• vom 05.09.2018, 06:16 Uhr

100 Jahre Republik - Chronik


5.9.1970

Jochen Rindt tödlich verunglückt




  • Artikel
  • Kommentare (2)
  • Lesenswert (8)
  • Drucken
  • Leserbrief





Jochen Rindt tödlich verunglückt

Jochen Rindt tödlich verunglückt© APAweb / S&G / picturedesk.com Jochen Rindt tödlich verunglückt© APAweb / S&G / picturedesk.com

Der 1942 in Deutschland geborene, aber in Graz aufgewachsene Karl Jochen Rindt sorgte mit seiner rasanten Fahrweise, seiner frechen Frisur und seiner charakteristischen Boxernase (von einem Unfall) für zahlreiche spannende Fernsehnachmittage. Legendär das Geräusch der Autorennen – die schon damals live übertragen wurden. Rindt war ein Idol – nicht nur für eingefleischte Motorsportfans. Obwohl er – aufgrund der Empfehlung seines Großvaters – die deutsche Staatsbürgerschaft immer behielt, fuhr er ausschließlich für Österreich als Formel-1-Pilot. Aufgrund seiner österreichischen Rennlizenz wurde er als Österreicher geführt. Der Waise wuchs bei seinen Großeltern auf, schon früh interessierte er sich für den Motorsport. Nach beruflichen Anfängen im familiären Importgeschäft begann er 1961 ernsthaft seine Karriere als Rennfahrer auf der Rennstrecke Innsbruck-Kranebitten mit einem "Simca".

Ab 1964 wurde er von "Ford Österreich" mit einem "Formel-2-Brabham-Cosworth" gesponsort. 1965 kam er ins Formel-1-Team von "Cooper", er erreichte den vierten Platz beim "Großen Preis von Deutschland" und den sechsten Platz beim "Großen Preis der USA". Die Österreicher waren längst stolz auf "ihren Fahrer" – spätestens als er den "Prix du Tyrol" gewann. Er heiratete die Finnin Nina Lincoln, 1968 bekamen beide eine Tochter. Rindt wohnte zuletzt am Genfersee in der Schweiz.

Information

In unserer Serie "100 Jahre Republik - Chronik" werden die Erinnerungen unserer Republik von 1918 bis 2018 erzählt. Mehr zu dem Thema finden Sie hier.

Er kam am 5. September 1970 beim Training zum "Großen Preis von Italien" in Monza ums Leben. Der Grund für den Unfall wurde nie geklärt, vermutet wurde ein Bruch der vorderen rechten Bremswelle seines "Lotus". Aufgrund seines Punktevorsprungs in dieser Saison ist er bis dato der einzige Rennfahrer, der posthum "Formel-1-Weltmeister" wurde – den Pokal bekam seine Witwe Nina. Rindt wurde auf dem "Zentralfriedhof Graz begraben.




2 Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-09-04 10:19:47
Letzte Änderung am 2018-09-04 10:32:51



Werbung



100 Jahre Tagebuch

"Die Gemeinheit dieser Zeit" nach dem Ersten Weltkrieg

Holland 1922: Karolina Weiss mit Tochter Luzie. - © privat Wenn ich verhindern will, dass mein Kind verhungert, so wie tausend andere - ... Ich habe Zwillinge gesehen, die meiner Nachbarin... weiter




100 Jahre Tagebuch

Der "Tlapa" musste einmal extra für die Roten vorzeitig aufsperren

- © apa/Hochmuth Es war am Abend des 20. April 1970. Die SPÖ hatte wenige Wochen davor bei den Nationalratswahlen am 1. März den ersten Platz errungen... weiter




Scroll Story

Heldenplatz - Bühne der Republik

20180312HEldenplatz - © WZ-Grafik, Irma Tulek Hier geht es zur Scroll Story Im Grunde ist er ein Provisorium. Eine sprichwörtliche österreichische Lösung... weiter





100 Jahre Republik

Das Tagebuch zu 100 Jahren Republik

100 Jahre Republik Tagebuch Am 12. November 1918 wurde auf der Rampe des Parlaments in Wien die Gründung der Republik Österreich ausgerufen. Ein besonderer Anlass... weiter




Andrea Wenig

Von der unglücklichen Nonne zur guten Mutter

Maria Nicomeda 1937. - © privat Eine Nonne des Ordens "Göttlicher Erlöser", hatte ihre Profess am 28. 8. 1934. Ihr neuer Name war Schwester Maria Nicomeda... weiter




Konrad Paul Liessmann

Das Ende eines Weltrevolutionärs: ein österreichisches Erweckungserlebnis in Leipzig

- © apa/Neumayr/mmv Es wohnten, ach, zwei Herzen damals in meiner Brust. Wir sprechen vom sagenumwitterten Deutschen Herbst 1977, den ich bei einer Freundin in Leipzig... weiter






Werbung