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100 Jahre Tagebuch

Sprachverwirrung in Ottakring: "God damned, I do, what I can!"

Etwa 1954 gehörte ich zu einem etwas wilden Rudel pubertierender Buben in der Hauptschule Wiesberggasse in Wien-Ottakring. Im großen Hof des Gemeindebaus "Schuhmeier-Hof" trafen sich bei Schönwetter Burschengruppen unterschiedlichen Alters. Natürlich altersmäßig etwas getrennt, wobei die Jüngeren, zu welchen ich zählte... weiter




Wert von Brot

Der Wert von Brot

Wie groß 1945 die Not war, zeigt folgende Geschichte. Es klopfte, vor der Tür stand ein Mann und hatte neues, weißes Damastbettzeug in der Hand und sagte, er würde das gegen einen Laib Brot eintauschen. Meine Mutter lehnte ab und als der Mann weg war, fragte ich, warum sie die schönen Sachen nicht eingetauscht hätte... weiter




Der Weg der "Pummerin" von St. Florian auf Wiens Stephansplatz wurde zum Triumphzug des neuen Österreich. - © apa/picturedesk/ÖNB

100 Jahre Tagebuch

Das Waffenstillstands-Baby und die Freude über die "Pummerin"

Es war im April 1952. Ich ging in die zweite Klasse der Volksschule. Am Heimweg in Wien-Hietzing hörte ich öfters kräftige Männerstimmen, die seltsame, schwermütige Lieder sangen. Die Männer saßen in einem grauen Lastwagen, der manchmal durch die Hetzendorfer Straße fuhr. Mich faszinierten diese Lieder und ihre Melodien sehr... weiter




100 Jahre Republik Tagebuch

100 Jahre Republik

Das Tagebuch zu 100 Jahren Republik5

Am 12. November 1918 wurde auf der Rampe des Parlaments in Wien die Gründung der Republik Österreich ausgerufen. Ein besonderer Anlass, der die "Wiener Zeitung" zu einem besonderen Projekt inspirierte: Das Tagebuch zu 100 Jahren Republik, geschrieben von Ihnen, unseren Leserinnen und Lesern. Denn die Geschichte der Republik ist die Geschichte der... weiter




Ferry Kovarik liest und erzählt am Samstag Anekdoten. - © Privat

100 Jahre Tagebuch

Ein "Wiener Original" bei den Ottakringer Festwochen3

  • Beim Vortrag im Schutzhaus in der Steinlegasse steht Samstag auch Lesestoff der "Wiener Zeitung" am Programm.

Wien. Ferry Kovarik (Jahrgang 1941) gilt in Wien und besonders in Ottakring als eine Art "Bezirkslegende". Insgesamt sechs Bände hat der ehemalige Gaswerk-Monteur seit 1993 unter dem Titel "Ottakringer Schmankerl" bereits veröffentlicht. Seine Anekdoten schaute Kovarik sozusagen "dem Volk vom Maul ab"... weiter




Penicillin-Box der US-Army: Sie konnte in der Nachkriegszeit zum echten Lebensretter werden. - © ullstein bild - NMSI/Science Mus

100 Jahre

US-Army: Kaugummi-Geschenke, Herd-Diebe und Lebensretter3

Nach Kriegsende wurden 1945 im Gasteinertal US-Besatzungssoldaten stationiert. Sie waren recht freundlich, besonders zu uns Kindern. Sie schenkten uns, was wir nicht kannten: schmale Briefchen, die nach Pfefferminz rochen und deren Inhalt man kauen konnte. Bald haben wir Kinder gelernt, wie diese Nascherei heißt... weiter




Familienbild 1945, verewigt von einem russischen Besatzer und "Fotonarren". (li. im Bild: Autor Peter Paul Wiplinger.) - © Privat

100 Jahre Tagebuch

Der "Herr Oberst", der wunderbare Bilder herzaubern konnte1

Unser Herr Oberst hieß Filatow. So steht es auf der Rückseite der Fotografie, die der sowjetische Besatzungsoffizier meinem Vater am 14. XI. 1945 gewidmet hat. Ob er wirklich ein Oberst war, weiß ich nicht. Auf jeden Fall wurde er so tituliert. Er war eine interessante Persönlichkeit. Das konnten wir täglich feststellen... weiter




Tagebuch 100 Jahre

Hunds-Tränen

Nach dem Einmarsch der US-amerikanischen Besatzungstruppen in Strobl am Wolfgangsee im Jahr 1945 wurde die Schule bald zu einem Lazarett umgewandelt. Vom Unterricht befreit, verbrachten wir einen großen Teil unserer Tage im großen Park der sogenannten "Villa", einem herrschaftlichen Gebäude, in dem die Amerikaner ihr Hauptquartier aufgeschlagen... weiter




100 Jahre Tagebuch

Ein rot-weiß-rotes Symboltüchlein

Es hat geregnet. Nebel liegt über der Hauptstadt. Kinder gehen zur Schule. Doch zeugen rot-weiß-rote Fahnen an Gebäuden von der Besonderheit des nächsten Tages. Kaum einer nimmt sie wahr. Man hat sich an die Freiheit gewöhnt wie an die Menschen, mit oder neben denen man lebt. Welcher Tag morgen ist? Die meisten Menschen würden diese Frage mit... weiter




Wilde Fußball-Leidenschaft in der Nachkriegszeit. - © Imagno/Votava

100 Jahre Tagebuch

"Nitschewo": Ein Fußball, der von selbst durch das Fenster flog

Im Jahr 1951 ist meine Familie in Wien vom 2. Bezirk in den 22. Bezirk nach Neu-Kagran umgezogen. Die Nähe zur Alten Donau sowie die damals großen freien Flächen waren für uns ein Eldorado zum Schwimmen, Fußballspielen und auch für andere Dinge. Nächst der Stadlauer Malzfabrik befand sich die sowjetische Kommandantur für die Donaustadt... weiter




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100 Jahre

Die Chronik zu 100 Jahren Republik

100 Jahre Republik_Tagebuch Am 12. November 1918 wurde auf der Rampe des Parlaments in Wien die Gründung der Republik Österreich ausgerufen. Ein besonderer Anlass... weiter




23.6.1977

Revolution im OP-Saal

23.6.1977: Kniegelenk - © APAweb / Helmut Föhringer / picturedesk.com Eine Weltpremiere wurde am 23. Juni 1977 im Linzer Unfallkrankenhaus gefeiert. Alfred Menschik, Oberarzt im Wiener Lorenz-Böhler-Unfallkrankenhaus... weiter




22.6.1978

Nein zu Atomkraft

22.6.1978: Nein zu Atomkraft - © ÖNB Am 22. Juni 1978 beschloss der SPÖ-Bundesvorstand eine Volksabstimmung über die Inbetriebnahme des Kernkraftwerks Zwentendorf... weiter





Scroll Story

Heldenplatz - Bühne der Republik

20180312HEldenplatz - © WZ-Grafik, Irma Tulek Hier geht es zur Scroll Story Im Grunde ist er ein Provisorium. Eine sprichwörtliche österreichische Lösung... weiter




Anschluss

"Ich habe den Parolen über ,Arbeit und Brot‘ geglaubt"

"Da oben ist er gestanden", sagt Karl Knell bei einem Ausflug auf den Wiener Heldenplatz über Hitler bei dessen Rede zum "Anschluss" am 15. März vor 80 Jahren. - © WZ/Moritz Ziegler Wien. Karl Knell trägt zwei Eheringe. Einen auf seiner linken und einen auf seiner rechten Hand. Der rechte, das ist seiner... weiter




Pressegeschichte

Weiße Flecken, finstere Zeiten

In der Nacht vom 11. auf den 12. März 1938 wurde Schuschniggs Abschiedsrede von der Titelseite entfernt. Faksimile Es war vielleicht der schwierigste Auftrag, den er in seiner langen Laufbahn als Journalist erhielt: Unter dem Titel "Rückblick und Abschied" hatte... weiter