100 Jahre Republik Tagebuch

100 Jahre Republik

Das Tagebuch zu 100 Jahren Republik7

Am 12. November 1918 wurde auf der Rampe des Parlaments in Wien die Gründung der Republik Österreich ausgerufen. Ein besonderer Anlass, der die "Wiener Zeitung" zu einem besonderen Projekt inspirierte: Das Tagebuch zu 100 Jahren Republik, geschrieben von Ihnen, unseren Leserinnen und Lesern. Denn die Geschichte der Republik ist die Geschichte der... weiter




- © ullstein bild - Imagno/Votava

Gerhard Stadler

Abschiedszüge1

1955 wohnten meine Eltern und ich in einer Dienstwohnung im Bahnhof von Gumpoldskirchen bei Baden bei Wien. Vor der Übersiedlung dorthin hatte es einen Ehestreit gegeben: Meines Vaters Kriegsverletzung - ihm war in der Südsteiermark seine, infolge eines Partisanenaktes, umgekippte Draisine auf die rechte Hand gefallen - war inzwischen halbwegs... weiter




Elefantengulasch

Echtes Elefantengulasch in Fünfhaus1

Nach Kriegsende hat die Versorgung der Wiener mit Lebensmittelkarten die Hungersnot gelindert. Aber es war viele Jahre noch zu wenig, um sich satt zu essen. Das änderte sich etwa um 1950 (das genaue Jahr ist mir nicht in Erinnerung), als im Zirkus Rebernigg, der in Wien gastierte, ein alter Elefant verstarb... weiter




Care-Pakete waren oft der Start in bessere Zeiten. - © ullstein bild

100 Jahre Tagebuch

Von Care-Paketen über Zwentendorf bis zu den Indianern1

Es muss Ende der 40er gewesen sein; Mutter erhielt ein Care-Paket. Ich werde zwei Lebensmittel darin nie vergessen: den Cheddarkäse, der mir den ersten positiven Eindruck von den USA vermittelte, und Corned Beef aus der Dose. Für uns Wiener Kinder war das ein Festtag. In meiner Volksschulzeit gehörte ich zu den sogenannten "armen Kindern" und wurde... weiter




Triumph einer Ausnahmesportlerin:Goldmädchen Mirna Jukic. apa/Gepa pictures

100 Jahre Tagebuch

Tränen, die nur die Sicht verstellen1

Mein größter sportlicher Erfolg war zweifellos, für Österreich die Bronze-Medaille bei den Olympischen Spielen in Peking zu erringen. Die 100-Meter-Brust-Distanz schaffte ich immerhin mit einem österreichischen Rekord, den ich später nochmals verbessern konnte. Die 1:06,58 sind noch heute gültig. Als kleines Mädchen hatte ich schon von einer... weiter




Nikolai Patolitschew , sowjetischer Langzeit-Handelsminister. Bundesarchiv/Wegmann, Ludwig - © Bundesarchiv

100 Jahre Tagebuch

Edelweiß für KPler1

Es war im Sommer 1958: Leopold Figl war damals Außenminister und machte jedes Jahr Sommerurlaub in Matrei in Osttirol. In jenem Sommer hat der sowjetische Außenhandelsminister Patolitschew Österreich besucht und Figl kam mit ihm nach Matrei. Mein Vater war Bürgermeister der Gemeinde Matrei und hat die beiden Minister an einem schönen Sommertag auf... weiter




- © privat

100 Jahre Tagebuch

Der Lohn der Angst an der gefürchteten Zonen-Grenze2

Es ereignete sich in den frühen 50er Jahren, als Österreich noch in vier Besatzungszonen unterteilt war. Deren Grenzen durften nur gegen Vorweis der Identitätskarte (im Volksmund "I-Karte" genannt) an den Demarkationslinien überschritten werden. Jene an der Enns, zwischen dem russisch besetzten Niederösterreich und dem amerikanischen Oberösterreich... weiter




- © privat

100 Jahre Tagebuch

Ein toter Vater, der die Tochter niemals kennengelernt hat5

Ich kam 1941 zur Welt und war zum Kriegsende ein kleines Mädchen. Mehrmals im Monat zog mir meine Mutter mein Sonntagskleiderl an und wir gingen von Hernals nach Hütteldorf zum Bahnhof. Dort erlebte ich dann Folgendes: Züge mit Soldaten und Frauen, die ihnen weinend Fotos zeigten oder einem der abgemagerten Männer um den Hals fielen... weiter




Lange als Mitarbeiter an Bruno Kreiskys Seite: Wolfgang Petritsch (r.) wurde später Österreichs Spitzendiplomat. - © Votava/Imagno/picturedesk

100 Jahre Tagebuch

Erste Begegnung mit Kreisky: die Enttäuschung des späteren Mitarbeiters2

Bereits die Teilnahme von Studenten aus dem katholischen Pfeilheim an Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg hatte die Führung des Hauses zusehends irritiert. Der Geist der 68er-Revolte - in Wien ohenhin bloß ein Mailüfterl - durchwehte das brave Heim im achten Bezirk und machte offensichtlich auch nicht vor der Innenpolitik halt... weiter




Der sowjetische Atommeiler nach dem Super-GAU. - © dpa/Tschernobyl

100 Jahre Tagebuch

Als Tschernobyl eine Welt veränderte3

"Mei, so guat geht’s eich heitzutag’, wenn mia des olles ghobt hätten . . ." Es sollte nach Bewunderung klingen, aber Neid und Vorwurf waren unüberhörbar. Mutter hatte den rasch aufbauenden Wohlstand nach dem Krieg mit Verwunderung erlebt, besonders aber den Jahrzehnte andauernden Frieden, der trotz Kaltem Krieg lange andauerte... weiter




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100 Jahre

Die Chronik zu 100 Jahren Republik

100 Jahre Republik_Tagebuch Am 12. November 1918 wurde auf der Rampe des Parlaments in Wien die Gründung der Republik Österreich ausgerufen. Ein besonderer Anlass... weiter




19.8.1989

Paneuropäisches Picknick

19.8.1989: Paneuropäisches Picknick - © APAweb / Votava / Imagno / picturedesk.com Vor 29 Jahren fand unter dem Stichwort "Paneuropäisches Picknick" an der österreichisch-ungarischen Grenze nahe Sopron eine Friedensdemonstration... weiter




18.8.1972

Sacher-Masoch stirbt in Wien

18.8.1972: Sacher-Masoch - © APAweb / Anonym / Imagno / picturedesk.com Der österreichische Schriftsteller Alexander Sacher-Masoch lebte und arbeitete in Wien. Anfangs war er hauptberuflich als Chemiker tätig... weiter





100 Jahre Tagebuch

Der "Tlapa" musste einmal extra für die Roten vorzeitig aufsperren

- © apa/Hochmuth Es war am Abend des 20. April 1970. Die SPÖ hatte wenige Wochen davor bei den Nationalratswahlen am 1. März den ersten Platz errungen... weiter




Scroll Story

Heldenplatz - Bühne der Republik

20180312HEldenplatz - © WZ-Grafik, Irma Tulek Hier geht es zur Scroll Story Im Grunde ist er ein Provisorium. Eine sprichwörtliche österreichische Lösung... weiter




Anschluss

"Ich habe den Parolen über ,Arbeit und Brot‘ geglaubt"

"Da oben ist er gestanden", sagt Karl Knell bei einem Ausflug auf den Wiener Heldenplatz über Hitler bei dessen Rede zum "Anschluss" am 15. März vor 80 Jahren. - © WZ/Moritz Ziegler Wien. Karl Knell trägt zwei Eheringe. Einen auf seiner linken und einen auf seiner rechten Hand. Der rechte, das ist seiner... weiter