Wir sind mit unterschiedlichen Persönlichkeiten über den Heldenplatz gegangen. Sie haben uns ihre Geschichten erzählt. - © WZ-Grafik, Irma Tulek

Scroll Story

Heldenplatz - Bühne der Republik23

  • Hitler, Papst, Lichtermeer. Trauma, Euphorie, Hoffnung. Der Heldenplatz ist vielfach besetzt. Acht Spaziergänge.

Hier geht es zur Scroll Story Im Grunde ist er ein Provisorium. Eine sprichwörtliche österreichische Lösung. Im Südosten umrahmt ihn die Neue Burg im neoklassizistischen Prunk, im Nordwesten läuft er unscheinbar in die Stadtstruktur über. Er ist monumental und schäbig gleichzeitig. Auf der einen Seite verrichten Hunde ihre Notdurft... weiter




"Da oben ist er gestanden", sagt Karl Knell bei einem Ausflug auf den Wiener Heldenplatz über Hitler bei dessen Rede zum "Anschluss" am 15. März vor 80 Jahren. - © WZ/Moritz ZieglerInterview

Anschluss

"Ich habe den Parolen über ,Arbeit und Brot‘ geglaubt"107

  • Karl Knell war 17, am Tag des "Anschlusses" am 13. März 1938. Bei der Volksabstimmung stimmte er mit Ja.

Wien. Karl Knell trägt zwei Eheringe. Einen auf seiner linken und einen auf seiner rechten Hand. Der rechte, das ist seiner, sagt der 97-Jährige im Gespräch mit der "Wiener Zeitung", und der linke gehöre seiner Frau. Nach deren Tod vor zwei Jahren habe er den Ring weiten lassen, ihn angesteckt und nicht mehr abgenommen... weiter




In der Nacht vom 11. auf den 12. März 1938 wurde Schuschniggs Abschiedsrede von der Titelseite entfernt. Faksimile

Pressegeschichte

Weiße Flecken, finstere Zeiten11

  • Die Nazis stellten die "Wiener Zeitung" bis 1940 schrittweise ein und schanzten die Pflichtveröffentlichungen dem "Völkischen Beobachter" zu.

Es war vielleicht der schwierigste Auftrag, den er in seiner langen Laufbahn als Journalist erhielt: Unter dem Titel "Rückblick und Abschied" hatte Rudolf Holzer, seit der Jahrhundertwende beim Blatt tätig, in der vermeintlich letzten Nummer der "Wiener Zeitung" den Leserinnen und Lesern Lebewohl zu sagen - eine "schmerzliche Ehre"... weiter




- © Peter Jungwirth

Interview

"Hitlers Expansion war eine Flucht nach vorne"24

  • Der Historiker Kurt Bauer über die Vorgeschichte der dunklen Jahre Österreichs, die ambivalente Rolle von Kanzler Schuschnigg und der Kirche - und wie die intensive Beschäftigung mit NS-Gräueln einen belastet.

"Wiener Zeitung": Herr Bauer, Sie haben ein Buch über die "dunklen Jahre" Österreichs in der NS-Zeit geschrieben und kürzlich veröffentlicht. Was war Ihre Motivation, sich mit dieser doch sehr intensiv erforschten Zeit nochmals ausführlich zu beschäftigen? Kurt Bauer: Motiviert hat mich zuerst einmal... weiter




Der vollzogene "Anschluss" zeitigte rasch Folgen, wie etwa die Auswechslung der Landeskennzeichen . . . - © IMAGNO/picturedesk.com

Zeitgeschichte

"Die Stunde ist gekommen"32

  • Im März 1938 marschierten deutsche Truppen in Österreich ein und erzwangen den von vielen bejubelten "Anschluss": Eine Chronik der Ereignisse.

"Als Führer und Kanzler der Deutschen Nation und des Reiches melde ich vor der Geschichte nunmehr den Eintritt meiner Heimat in das Deutsche Reich!" Mit diesen Worten beendete Adolf Hitler am Mittag des 15. März 1938 - einem Dienstag - die "Befreiungskundgebung" auf dem Heldenplatz in Wien vor angeblich 250... weiter




Franz Schausberger war von 1996 bis 2004 Landeshauptmann von Salzburg und ist Universitätsprofessor für Neuere Österreichische Geschichte. Foto: privat

Gastkommentar

Deutschnational waren sie irgendwie alle32

  • Die Rolle der österreichischen Parteien vor dem "Anschluss" 1938.

Als vor 80 Jahren, am 12. März 1938, die deutschen Truppen in Österreich einmarschierten und Adolf Hitler mit der "größten Vollzugsmeldung seines Lebens" auf dem Wiener Heldenplatz vor der deutschen Geschichte pathetisch den Eintritt seiner Heimat in das Deutsche Reich meldete, ging der Traum des Deutschnationalismus in Österreich in Erfüllung... weiter




Die Überreste des Hauses nach einem Bomben-Volltreffer am 12. April 1944 auf Fischamend. Der Haus- keller total verschüttet. Der kleine Adalbert Melichar (rechts) überlebte durch einen glücklichen Zufall.

Zeitzeugen

Das Glück im Unglück beim Bombenangriff14

Das grüne "Auge" unseres riesigen Hornyphon-Radiogerätes wird mir ewig erinnerlich sein. Nicht wegen der Feineinstellungen der Sender. Dieses magische Signal verbinde ich heute noch mit dem Ruf des Kuckucks. Der Ruf war die Ankündigung eines der vielen Fliegeralarme über den öffentlichen Rundfunk. Ertönte dieser Ruf im Radio... weiter




- © urnpartenen

Minerva Radio

Der Rastelbinder6

Meine Erzählung reicht in die frühen 60er Jahre zurück. Ich war damals ein kleines Kind und jedes Haus hatte noch seinen Hausmeister. Die Haustore waren daher immer offen, entging doch diesen braven Hütern nichts. Sie hielten Wache und waren auch stets über alle Begebenheiten im Haus gut informiert. So läutete auch immer wieder ein Rastelbinder... weiter




- © Archiv

Politessen

Der lange Weg vom Lager in Oberösterreich nach Jerusalem4

Am 12. Mai 1945 hörte ich über meinen Detektor, den ich heimlich im Lager hatte, dass Österreich eine Regierung hat und die Rote Armee den Wienern eine Mai-Spende in Form wurmiger Erbsen geschenkt hatte. Die SS-Aufsicht des Lagers Mauthausen war stiften gegangen. Damit war klar, wir verlassen unser Zwangsarbeiterlager in St... weiter




Freiwilligkeit und Unfreiwilligkeit: Stimmzettel zum "Anschluss" Österreichs an Hitler-Deutschland. - © Votava/Imagno/picturedesk

"Anschluss"

Ein Wort auf Gänsefüßchen12

  • Die Anführungszeichen um den Anschlussbegriff transportieren viel mehr als bloß vorsichtige Political Correctness.

Heuer jährt sich der "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich bereits zum achtzigsten Mal. Zwar werden immer wieder Stimmen laut, die der Aufarbeitung müde, der Erinnerung überdrüssig sind. Aber gerade in einer Zeit, in der Populismus mit Volksnähe und Hetze mit Meinung verwechselt werden... weiter




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100 Jahre

Die Chronik zu 100 Jahren Republik

100 Jahre Republik_Tagebuch Am 12. November 1918 wurde auf der Rampe des Parlaments in Wien die Gründung der Republik Österreich ausgerufen. Ein besonderer Anlass... weiter




20.4.1985

Wie die Vorarlberger Allee zu ihrem Namen kam

20.4.1985 - © Privatbild Einen alten Baum verpflanzt man nicht, heißt es im Volksmund. 150 junge Bäume in den Süden Wiens zu verpflanzen dagegen war im Jahr 1985 kein so... weiter




19.4.2012

Ring frei für die Universität!

19.4.2012 - © Roland Schlager/APA/picturedesk.com Es gibt wohl kaum einen Straßenzug im Herzen Wiens, der seit dem Bau der Ringstrasse eine abwechslungsreichere Namensgeschichte vorzuweisen hat... weiter





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100 Jahre Republik

Das Tagebuch zu 100 Jahren Republik

100 Jahre Republik Tagebuch Am 12. November 1918 wurde auf der Rampe des Parlaments in Wien die Gründung der Republik Österreich ausgerufen. Ein besonderer Anlass... weiter




100 Jahre Tagebuch

Der Grenz-Schrecken bei Laa an der Thaya

Der Eiserne Vorhang grenzte auch Kinderträume ab. - © Getty/R. Nebesky 1970, ich war fünf Jahre alt, verließen meine Eltern mit uns drei Kindern das Ruhrgebiet und siedelten sich als evangelische Pfarrersleute in... weiter




100 Jahre Tagebuch

Radiogeschichten

- © Getty/Fabio Wir wohnten direkt beim Hörndlwald. Die Häuser sind noch heute geradlinig wie in einem Straßendorf angelegt. Nach dem Krieg... weiter






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