Busverkehr 1945. - © önb/Hilscher

Tagebuch 100 Jahre

Ein fremder Onkel

Ich bin in Wilhelmsburg/NÖ aufgewachsen. Mein Vater war an der russischen Front eingerückt gewesen und wurde vermisst. Im Jahr 1946 oder 1947, als ich bereits die zweite Klasse Volksschule besuchte, kam die Nachricht, dass mein Onkel, der Bruder meiner Mutter, an einem bestimmten Tag nach 30-monatiger Gefangenschaft aus dem damaligen Jugoslawien... weiter




100 Jahre Tagebuch

Weiße Kniestrümpfe

Die haben uns damals so gut gefallen, diese schönen weißen Strümpfe. Mit "uns" meine ich meine Schwester Christine und mich. Ich bin einmal mit diesen Strümpfen sogar schlafen gegangen, aber der Gummi spannte dann so um meine Unterschenkel, dass ich diese doch zu meinem Bedauern wieder ausziehen musste... weiter




100 Jahre Tagebuch

Schlendrian & Wurschtigkeit

Ich bilde mir ja nicht ein, zu den Protagonisten im Ringen um Freiheit und Wohlstand zu gehören, aber im Chor habe ich schon ein wenig mitgemacht. In der Zeit der Besatzung Österreichs nach dem Zweiten Weltkrieg weigerte sich die Verwaltung des Marshall-Planes, Kredite für Investitionen in der sowjetischen Besatzungszone zu genehmigen... weiter




Ruhe nach dem Sturm: GIs beim Wäschewaschen in West-Österreich. - © FPG/Staff

100 Jahre Tagebuch

Als im Innviertel die Amerikaner die neue Zeit mitbrachten

"Heute sind die Amerikaner in Braunau eingerückt und wir erwarten stündlich ihr Eintreffen", vertraute ich meinem Tagebuch am 1. Mai 1945 an. Und am Mittwoch, 2. Mai: "Heute war der entscheidende Tag. Gegen 18 Uhr setzte jenseits des Inn Gewehr- und Maschinengewehrfeuer ein. Amerikanische (Granat)werfer fuhren in Bayern auf und beschossen auch das... weiter




Riesenrummel, als Jackie Kennedy 1961 bei ihren Auftritten die Herzen eroberte. - © Getty/amma-Rapho

100 Jahre Tagebuch

Jackie Kennedys mondäne Aura bezauberte ganz Wien

Es war der 3. Juni 1961, der erste Tag des Gipfeltreffens zwischen dem Präsidenten der USA, John Fitzgerald Kennedy, und dem sowjetischen Regierungschef Nikita Sergejewitsch Chruschtschow. Ich stand an der Ecke der Unteren Augartenstraße und der Schreygasse, als sich eine Autokolonne in Richtung Augartenbrücke näherte... weiter




Ein Wandel im Zeitenspiegel: der Heldenplatz im "Lichtermeer" 1993, am Nationalfeiertag und beim "Anschluss" 1938.

100 Jahre Tagebuch

Warum der Heldenplatz seinen Namen weiterhin zu Recht trägt

Als ich vor einigen Wochen mit meinem Freund Heinz Kienzl über den Heldenplatz spazierte, begannen wir, inspiriert von der Aura des Ortes, über Helden und Heldentum zu raisonnieren. Ein Held muss für eine gute Sache eintreten, aber muss er dabei auch untergehen? Ein leuchtendes Beispiel ist Prinz Eugen, der... weiter




100 Jahre Tagebuch

Wo die Schutzengel noch helfen konnten6

Unsere Mutter weckte uns am Ostersonntag 1945. Sie war schon angezogen und blickte ernst, wie ich sie nie zuvor gesehen hatte. Da Ostersonntag war, dachte ich, dass schon der Osterhase kommt, und war hellwach. Wir müssen weg, lautete der knappe Satz meiner Mutter. Rasch zog sie meine Schwester und meinen Bruder an... weiter




Der Eiserne Vorhang grenzte auch Kinderträume ab. - © Getty/R. Nebesky

100 Jahre Tagebuch

Der Grenz-Schrecken bei Laa an der Thaya

1970, ich war fünf Jahre alt, verließen meine Eltern mit uns drei Kindern das Ruhrgebiet und siedelten sich als evangelische Pfarrersleute in Laa/Thaya an. Dort war damals buchstäblich das Ende der Welt. Am Nordrand der ehemaligen k.u.k. Verwaltungsstadt stand ein unüberwindbarer Zaun. Dahinter erstreckte sich ein - für meine Kinderaugen... weiter




- © Getty/Fabio

100 Jahre Tagebuch

Radiogeschichten

Wir wohnten direkt beim Hörndlwald. Die Häuser sind noch heute geradlinig wie in einem Straßendorf angelegt. Nach dem Krieg, wenn am Sonntag Fußballspiele übertragen wurden, war lautes Geschrei aus den Häusern zu hören, wenn Tore geschossen wurden. Aus allen Volksempfängern war auch das Gejohle der Stadionbesucher zu hören... weiter




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100 Jahre

Die Chronik zu 100 Jahren Republik

100 Jahre Republik_Tagebuch Am 12. November 1918 wurde auf der Rampe des Parlaments in Wien die Gründung der Republik Österreich ausgerufen. Ein besonderer Anlass... weiter




12.11.1987

Miss World Ulla Weigerstorfer

12.11.1987: Ulla Weigestorfer - © APAweb / R. Jäger / APA-Archiv / picturedesk.com Ulla Weigerstorfer schaffte es auf´s Siegerstockerl der Miss-World-Wahl – ein Mädchentraum, den vermutlich viele jungen Damen träumen... weiter




11.11.1956

Stefan László, Burgenlands erster Diözesanbischof

11.11.1956: Stefan Laszlo - © ÖNB / Winkler Stefan László gilt als Motor und Baumeister der Diözese Eisenstadt und wesentlicher Identitätsstifter für das heutige Burgenland... weiter




10.11.1978

Theo Lingen stirbt in Wien

10.11.1978: Theo Lingen - © ÖNB Wer erinnert sich nicht an den originellen Mittelscheitel von Theo Lingen? Der 1903 in Hannover geborene Schauspieler... weiter




9.11.1977

Die Entführung von Walter Michael Palmers

9.11.1977: Palmers Entführung - © APAweb / Votava / Imagno / picturedesk.com Palmers ist Österreichs größter Textilkonzern. Die in dem typischen Palmers-grün eingerichteten Geschäfte waren schon eher Luxusshopping, aber dennoch... weiter




8.11.1980

Die neue Reichsbrücke

8.11.1980: Reichsbrücke - © ÖNB / Kern, F. Die erste Reichsbrücke, im 19. Jahrhundert als Reichsstraßenbrücke begonnen und im Jahr 1868 als "Kronprinz-Rudolf-Brücke" fertiggestellt und 1876... weiter





100 Jahre Republik

Das vorläufige Ende einer langen Reise

20181112Regierung - © APAweb / AFP, Joe Klamar Wien. Sechs Redner unternahmen am Montag in der Staatsoper den Versuch, mit eigenen Worten und eigenem Blickwinkel Geschichte und Gegenwart dieser... weiter




Erster Weltkrieg

Als sich die Völker abmeldeten

20181108ungarn - © Wikipedia, Public Domain Am 12. November 1918 wurde vor dem Parlament in Wien die Republik ausgerufen, proklamiert durch zwei Präsidenten der Provisorischen... weiter




100 Jahre Republik

Dero Hochwohllöblichkeit

Im Zeichen des Doppeladlers ist hier die Zeit humorvoll stehen geblieben. - © Michael Hetzmannseder "Ich bin doch ned deppad, i fohr wieder z’haus." Das hat der Thronfolger bekanntlich nicht gesagt, nachdem er schon - erstmal erfolglos - mit... weiter