• vom 06.01.2019, 08:51 Uhr

2050

Update: 06.01.2019, 08:56 Uhr

Technologie

Wenn Mensch und Maschine verschmelzen




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Von Gregor Kucera (wahrscheinlich)

  • Technologie wird 2050 nicht mehr die Triebfeder, sondern ganz normaler Alltag sein - mit seltsamen Auswirkungen.





Erde. Es gibt einfache Prognosen und ziemlich schwierige. Zu Letzteren gehört definitiv die Frage nach dem technologischen Fortschritt der Menschheit bis zum Jahr 2050. Fest steht, dass Technologie nicht mehr ein isoliertes Thema für einige Konzerne und Wissenschafter sein wird, die die Normalsterblichen vor sich hertreiben. Nein, Technik wird ein fixer, ein wesentlich unauffälliger, weil alltäglicher Begleiter sein. Man wird gar nicht mehr über Technologie im Alltag reden müssen, weil sie so selbstverständlich sein wird.

Nun gut, wie soll man mit einer Prognose beginnen? Vielleicht so: Mehr als 30 Jahre sind es noch bis zum Jahr 2050 - viel Zeit, was den möglichen technologischen Fortschritt betrifft. Denken Sie an 1988 zurück: Die ersten Mobiltelefone wurden noch im Auto mitgeführt. Das Internet war ein Schatten seiner selbst, die Computer hießen noch "Freundin" (Amiga), und noch wusste niemand, ob sich dieses seltsame Windows, gerade in der zweiten Version erschienen, wirklich durchsetzen würde. Isaac Asimovs Robotergesetze wurden heiß diskutiert, man glaubte sich nun aber bald in der Lage, den Menschen künstlich nachzubauen. Auch das menschliche Gehirn sollte bald schon in einem Rechner stecken, immerhin dachte man damals noch in Großrechnerdimensionen. "Star Trek" gab immer noch vor, wie es einmal sein sollte: Beamen, Replikatoren, Laser, Communicator & Co. seien hier erwähnt. Aber auch 30 Jahre später waren dies die Themen.

Das Konstante in der Welt

Immerhin, es gibt auch große Konstanten in der wunderbaren Welt des technologischen Wandels. Es darf daher nicht überraschen, wenn auch 2050 immer noch über das Beamen geredet wird, so weit sind wir ja dann doch nicht. Und auch der Nachbau des menschlichen Gehirns ist weiterhin in aller Munde. Unsterblichkeit - so lautete der Wunsch der großen, reichen IT-Vordenker rund 30 Jahre davor. Auch wenn der Körper weitaus länger in Schuss gehalten werden kann, noch ist das Gehirn nicht transferierbar. Was soll man in einem Menschenleben mit Unsummen an Geld anfangen, zu kurz ist die Zeit, um es auszugeben. Also ist die Verlängerung des Lebens die Triebfeder der Innovation.

Das menschliche Gehirn hat ähnlich viele Rechenelemente wie die weltweit größten Supercomputer, braucht dabei aber nur einen Bruchteil von deren Energie. Und es lernt außerdem ständig dazu. "Brain-inspired Computing" ist deshalb ein wichtiges Zukunftsthema: das Gehirn als Plattform oder zumindest als Vorbild für neue Rechner, Wissensspeicherung und Verknüpfungsmöglichkeiten. Das Gehirn als Plattform bedeutet nichts weniger, als dass es neue Kommunikationsformen geben wird. Viele Innovationen des Jahres 2050 sehen wir jetzt schon mehr oder weniger nahe und klar vor uns, was aber werden sich für reale Szenarien ergeben? Was bedeutet es, wenn das Leben ohne Technik gar nicht mehr vorstellbar ist? Das Smartphone wurde zunächst immer größer, neue Akkutechnologien - ja, es gab ein paar kleine Zwischenfälle mit explodierenden Endgeräten, das passiert - haben Einzug gehalten, aber irgendwann war das Herumschleppen lästig.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2018-12-28 12:56:21
Letzte Änderung am 2019-01-06 08:56:23


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