• vom 07.08.2013, 20:40 Uhr

310 Jahre Wiener Zeitung

Update: 08.08.2013, 20:17 Uhr

Wiener Zeitung

Die papierlose Zeitung? Nie und nimmer!




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Mit seinen Kinoerfolgen hat Hader gleichzeitig österreichische Film-Maßstäbe verrückt, als Schauspieler wie auch als Drehbuchautor. Bisherige Höhepunkte: "Indien" mit Alfred Dorfer oder die zur Kult-Serie gewordenen Wolf-Haas-Verfilmungen in denen Hader den heruntergekommenen Ex-Kommissar Brenner mimt. Derzeit laufen die Vorbereitungen für den nächsten Kino-Film:  "Das ewige Leben", wieder basierend auf Wolf Haas. 2014 oder 2015 soll die Geschichte auf den heimischen Kinoleinwänden zu sehen sein.

Drehbücher schreiben ist derzeit auch Haders liebste künstlerische Beschäftigung. Früher wollte er einmal Journalist werden.  Der aus dem südlichsten Zipfel des Waldviertels (Nöchling) stammende Bergbauernsohn hatte nach seiner Schulzeit bei den Benediktinern in Melk bereits bei der Kirchenagentur "Kathpress" als Praktikant angeheuert. Mitte der 80er-Jahre verdingte er sich als Nachrichtensprecher und Redakteur beim deutschsprachigen Urlaubersender "Radio Adria" in Norditalien. Legendär wurden in einer eingeschworenen Fangemeinde seine deutschen Radiobegleitungen zu italienischen Fernsehbildern der Formel-1-Übertragungen. Auf den Campingplätzen der Hausmeisterstrände zwischen Jesolo, Lignano und Grado wurde er so schon damals zum kleinen Star. Doch Hader zog es schließlich ganz auf die Bretter, welche die Kabarettwelt bedeuten.

Mit Journalismus verbindet ihn heute noch das Zeitungslesen: Wenn Hader nicht gerade auf Tournee ist und Zeit hat, sitzt er in einem seiner drei Stammkaffees in Wien. Dort liest nach eigenen Angaben "Feuilleton, Sport und Innenpolitik – und das genau in dieser Reihenfolge und nicht anders". Im Sport interessiert den passionierten Austria-Fan bevorzugt der Fußball und ein wenig noch immer die Formel 1.


Angesichts der heimischen Politik ist er froh, nicht Journalist geworden zu sein: "Als Innenpolitiker müsste ich dermaßen leiden, weil sich alles wiederholt. Da würde ich dem Alkohol verfallen oder den Beruf wechseln müssen. Aber ich bin Gott sei Dank kein politischer, sondern ein gesellschaftskritischer Kabarettist. Sonst müsste ich auch noch professionell alle Zeitungen lesen." Das macht Hader denn doch lieber aus Leidenschaft. Lange Abwesenheiten durch Tourneen und Dreharbeiten hindern ihn "an einem ständigen Abo." Die "Wiener Zeitung" nimmt er sich dennoch immer wieder gern mit nach Haus.

Für die "Wiener Zeitung" brachte er seine ganze künstlerische Kreativität ein, um seine Welt ohne Zeitungspapier anschaulich zu machen. Dazu gehört das sachgerechte Aufstellen und Ausstopfen nass gewordener Schuhe: "Da hilft kein Hochglanzmagazin sondern das geht nur mit eurem Papier, weil das ordentlich saugt." Doch die "Wiener Zeitung" eignet sich auch exzellent für Fenster putzen und Einpacken verschiedenster Dinge: Ob Lieblings-Marmelade oder Lieblings-Gläser. Ein "g‘scheite Zeitung" sollte sich im Übersiedlungsfall zum Einrollen und Einwickeln eignen.

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Dokument erstellt am 2013-08-07 12:44:41
Letzte Änderung am 2013-08-08 20:17:57


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