Kairo. Bei Ausschreitungen nach Protesten der Muslimbrüden in mehreren Städten Ägyptens sind acht Menschen getötet worden. Dabei wurden nach Angaben von Medizinern gegenüber der Nachrichtenagentur AFP vier Menschen getötet. Vierzig weitere wurden demnach verletzt. Auch in der Stadt Assiut in Mittelägypten erlagen laut der Nachrichtenagentur Reuters vier Menschen Schusswunden.

In der Nähe des Tahrir-Platzes im Zentrum Kairos sei scharfe Munition aus Militärfahrzeugen abgefeuert worden, sagte Augenzeugen. Die Demonstranten protestierten lautstark gegen Armeechef Abdel Fattah al-Sisi, der nach Massenkundgebungen im Sommer den aus der Muslimbruderschaft hervorgegangenen Präsidenten Mohammed Mursi gestürzt hatte. Es waren die größten Kundgebungen, seit die Behörden Mitte August Protestlager der Islamisten räumen ließen. Dabei wurden hunderte Menschen getötet.