Bedrohte Tierarten

Dossier
Artenschutz


Die Ausbreitung des Menschen hat zur Ausrottung zahlreicher Pflanzen und Tierarten auf der Erde geführt. Seit 1966 werden Roten Listen über bedrohte Arten erstellt, die als Grundlage für den gesetzlichen Artenschutz in vielen Ländern gelten.
(Fotos: Anup Shah, Susan A. Mainka, David Lawson / alle WWF)

Wegen ihres bunten Gefieders sind Hellrote Aras begehrte Haustiere, die Nachfrage gefährdet den tropischen Papagei. - © VWPics/universal/gettyWZ-Tipp

Artenschutz

Sind alle Tiere schützenswert?16

  • Jede Woche verlängert sich die Liste der vom Aussterben bedrohten Arten, doch Naturschutz ist auch eine Frage des Abwägens.

2017 war ein schlechtes Jahr für Waldelefanten. In den Republiken Kongo und Zentralafrika sank ihre Zahl auf 10.000 Tiere. Auch Koalabären, Seepferdchen, Insekten und Schuppentiere wurden empfindlich weniger, geht aus einer Bilanz des World Wildlife Fund (WWF) zum Artenschutz hervor. Mittlerweile stehen auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion 25.800 Tier- und Pflanzenarten als bedroht. "Wilderei, Klimawandel und die Übernutzung natürlicher Ressourcen vernichten biologische Vielfalt", erklärt WWF-Artenschutzexperte Georg Scattolin. Im Gang sei das "größte Artensterben seit dem Ende der... weiter




Die Mary-River-Turtle und ihr Habitat. - © Linda Matthewson - CC 4.0 / Australian Museum - J. Cann - Nature Focus

Artenschutz

Punk-Schildkröte und Riesensalamander21

  • In London wurde eine Liste mit hundert bedrohten Reptilien veröffentlicht.

Etwa hundert Arten von Reptilien sind akut vom Aussterben bedroht. Das geht aus einer Veröffentlichung der Zoologischen Gesellschaft von London (ZSL) hervor. Um der Initiative möglichst viel Aufmerksamkeit zu verschaffen, streichen die Zoologen die Mary-River-Schildkröte hervor.. Die ist dafür zweifellos geeignet, wachsen ihr doch grüne Algen auf dem Kopf. Das kommt daher, dass die im australischen Bundesstaat Queensland beheimatete Schildkröte viel Zeit ruhend unter Wasser verbringt,  Der so entstehende "Irokese" ist freilich für die... weiter




105 Tonnen Stoßzähne wurden bei dieser Razzia in Kenia am 28. April 2016 beschlagnahmt. Hier hält ein Vertreter des Stammes der Maasai einen der Zähne, die aufgetürmt sind, um als abschreckende Maßnahme verbrannt zu werden. - © reu/Thomas Mukoya

Artenschutz

"Die letzten ihrer Art"8

  • Experte warnt: "Illegaler Handel mit geschützten Tieren und Pflanzen ist die dringendste Bedrohung für die Artenvielfalt."

Streng verboten, illegal: Tausende gefährdete Tierarten werden getötet, damit ihre Zähne, Knochen und Felle für teures Geld verkauft werden können. Das Washingtoner Artenschutzabkommen (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora, kurz: Cites) regelt den Handel mit Elfenbein, Kaviar, Holz oder präparierten Tieren. Seine 182 Mitgliedsstaaten haben sich dem Schutz von 36.000 Tier- und Pflanzenarten verpflichtet. Generalsekretär John Scanlon besuchte diese Woche die UN-Konferenz gegen Korruption in Wien... weiter




Die Bestände der Seepferdchenarten in Europa sind um bis zu 30 Prozent zurückgegangen. - © apa/WWF/Zankl

Artenschutz

Größtes Sterben seit den Dinos9

  • 25.800 Tier- und Pflanzenarten gelten als bedroht. Der WWF listet Verlierer und Gewinner auf.

Wien. Für die Zentralafrikanischen Wildelefanten, Koalas und besonders für Seepferdchen, Insekten und Schuppentiere war 2017 ein schlechtes Jahr. Zu den Gewinnern der vergangenen Monate zählen hingegen Meeresschildkröten, der Persische Leopard, die Irawadi-Delfine im Mekong und heimische Seeadler. Diese Reihung geht aus einer vom WWF Österreich am Mittwoch veröffentlichten Bilanz in Sachen Artenschutz hervor. Die Situation der Waldelefanten sei dramatisch. Laut einer Zählung in Kamerun, der Republik Kongo... weiter




Gilt als gefährlich für die heimische Tierwelt: der Marderhund. - © Bernd Schwabe in Hannover - CC 3.0

Bioinvasoren

Gefahren durch Marderhund und Wasserpest19

  • Die EU erweitert ihre Liste invasiver gebietsfremder Arten.

Der Marderhund ist ein wanderlustiger Geselle. In den 1930ern und 1940ern wurden Tausende Tiere in der Ukraine ausgesetzt, um die Pelzindustrie zu fördern. Seither hat er sich ständig nach Westen ausgebreitet. In den 1960ern kamen sie nach Deutschland. In Österreich sind sie seit den 1980ern nachgewiesen, und um 2000 erreichten sie die Schweiz. Allerdings ist der Enok, wie er auch genannt wird, nicht unbedingt überall willkommen. Zwar ist er keineswegs so verhaltensauffällig wie die ebenfalls seit dem 20... weiter




Länder und Artenschutz auf einen Blick. - © WildCRU/Panthera - Creative Commons Attribution License (CC BY)

Artenschutz

Arme haben ein großes Herz für Tiere10

  • Afrikas Staaten tun mehr für den Tierschutz als die Industrieländer.

Nicht selten entsteht der Eindruck, dass Länder, in denen geschützte Tiere gewildert werden, viel zu wenig für deren Schutz tun. Eine neue Studie der Universität Oxford kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass ärmere Staaten dem Artenschutz mehr Bedeutung und Mittel einräumen als die reichen Nationen. Die Forscher des Wildlife Conservation Research Unit (WildCRU) haben penibel recherchiert, wieviel Geld einzelne Länder für den Schutz von Wildtieren bereitstellen. Gemeinsam mit Panthera, einer Organisation zum Schutz von Großkatzen... weiter




Huronsee: Die gefährdetsten Arten leben im Süßwasser. - © US Fish and Wildlife Service

Artenschutz

Planet der sterbenden Arten9

  • Die Vielfalt der Wirbeltiere ging in fünfzig Jahren rasant zurück

Wir rotten die anderen Lebewesen der Erde sukzessive aus. Auf diese Formel kann man die Ergebnisse des Living Planet Report 2016 verkürzen. Der vom World Wide Fund For Nature (WWF) erstellte Bericht schließt anhand der von der Zoological Society of London (ZSL) gesammelten Daten auf einen Rückgang der Biodiversität bei Wirbeltieren um 58 Prozent zwischen 1970 und 2012. Der Index verfolgt die Entwicklung von 14.00 Populationen von 3.700 Species. Alle Bemühungen um den Artenschutz konnten die Entwicklung bislang bestenfalls verlangsamen... weiter




Der Nationalpark Tehuacán-Cuicatlán ist ein Paradies für endemische Arten. An vielen anderen Orten der Welt werden sie freilich ausgerottet. - © Tehuacán-Cuicatlán Biosphere Administration

Biodiversität

Ringen um die Artenvielfalt10

  • UN-Konferenz in Mexiko fordert mehr Mittel, Umweltschützer kritisieren Kompromisse.

Die UN-Biodiversitätskonferenz will den Artenschutz weltweit stärker auf die Agenda setzen. Bei den zweiwöchigen Beratungen im mexikanischen Cancun sei es um konkrete Maßnahmen etwa zum besseren Schutz von Insekten, aber auch um neue Ansätze in der Tourismusbranche gegangen, hieß es aus Delegationskreisen.Regierungsvertreter, Umweltschützer und Wissenschafter aus aller Welt rangen in Mexiko noch bis zum Abschluss am späten Samstagabend (Ortszeit) um Finanzmittel und feste Zusagen. "Wir haben in vielen Bereichen einiges erreicht"... weiter




Elfenbeinhandel

Der tödliche Wert des Elfenbeins11

  • Wenn nicht bald etwas geschieht, könnte es bald keine Elefanten mehr geben, warnt Regisseur Richard Ladkani.

Wien. Es war die größte Menge an Elfenbein, die je sichergestellt wurde - nicht nur in Österreich, sondern in der gesamten Europäischen Union. In zwei kleinen Wohnungen in der Josefstadt, in Decken eingewickelt und hinter Kästen versteckt, fanden Zollfahnder diese Woche 90 Stoßzähne mit einem Gesamtgewicht von mehr als 560 Kilogramm. Die Ermittler vermuten, dass das Elfenbein nach Asien verschifft hätte werden sollen. China und Vietnam sind hier die größten Märkte. In ihrem eben auf Netflix erschienenen Dokumentarfilm "The Ivory Game" spüren... weiter




Das Braunkehlchen ist laut Experten nur mit raschen Hilfsprogrammen zu retten. - © fotolia/mirkograul

Artenschutz

"Alte Feinde" bedrohen Arten3

  • Viel mehr als der Klimawandel bedroht die Ausbeutung der Ressourcen die weltweite Vielfalt.

Viel mehr als der Klimawandel bedroht die Ausbeutung der Ressourcen die weltweite Vielfalt. weiter




Vor dem Menschen kann der Pangolin nicht flüchten. - © Creative Commons - David Brossard

Artenschutz

Wohin geht CITES?7

  • Die staatlichen Artenschützer diskutieren demnächst auch über ihr Selbstverständnis.

Im September findet in Johannesburg das 17. Treffen der CITES-Staaten, der Unterzeichner des Washingtoner Artenschutzübereinkommens, statt. Besserer Schutz für wenig beachtete Arten, die Auseinandersetzung mit einer Initiative Swasilands zum Verkauf von Hörnern des Breitmaulnashorns und eine heiße Diskussion um Elefanten stehen auf der Tagesordnung. Zunächst wird allerdings die Frage des Abstimmungsmodus zu behandeln sein. Obwohl die Vereinten Nationen, denen CITES angeschlossen ist, keine geheimen Abstimmungen erlauben... weiter




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Monitoring

Das große Comeback der Bartgeier

Bartgeier - © Hansruedi Weyrich Hohe Tauern. Bartgeier zählen zu den größten und imposantesten Vögeln Europas. In Österreich starben sie im 19. Jahrhundert aus... weiter




Artenschutz

Deutscher Zoll beschlagnahmt Schimpansenschädel

- © CITES Präparate geschützter Tiere und Produkte aus deren Haut oder Knochen sind keine geeigneten Mitbringsel aus dem Urlaub... weiter




Artenschutz

Forscher fordern Handelsverbot für Amphibien

Mantella - © Bernard DUPONT - CC 2.0 Ein extrem aggressiver und tödlicher Pilz bedroht die Bestände von Fröschen und weiteren Amphibien weltweit. Ein internationales Forscherteam fordert... weiter




Vor Gericht

Der Elfenbeinsammler

Immer wieder werden im Kampf gegen illegale Wilderer beschlagnahmte Elefantenstoßzähne verbrannt (hier in einem Nationalpark in Nairobi). - © afp Wien. "Ich bin ein Sammler", sagt Herr B. Erzählt er über seine Leidenschaft, gerät er ins Schwärmen. Immer wieder tausche er seine Stücke aus - "so... weiter




Artensterben

Wenn die Letzten ihrer Art sterben

FILE PHOTO: Sudan, the last surviving male northern white rhino, is fed by a warden at the Ol Pejeta Conservancy in Laikipia national park - © APAweb / Reuters, Baz Ratner Nairobi. Das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn der Welt ist gestorben. Der 45 Jahre alte Sudan habe zuletzt altersbedingt stark gelitten -... weiter




Artenschutz

Konflikte dezimieren Wildtiere

- © Fotolia/PeekCC Maputo. Wenn Menschen kämpfen, leiden auch Tiere. Von 1946 bis 2010 waren allein in Afrika 71 Prozent der Naturparks von bewaffneten Konflikten... weiter




Menschenaffen

Der dritte Orang-Utan

Der Tapanuli-Orang-Utan lebt im abgelegenen Hochland Sumatras. Videostill: Universität Zürich Jakarta/Zürich/Wien. (dpa/est) Auf der indonesischen Insel Sumatra hat ein internationales Forschungsteam eine neue Orang-Utan-Art ausfindig gemacht... weiter




Naturschutz

Schnüffler im Naturschutz

Labrador-Hündin Maple erschnüffelt Luchse, Wildkatzen und Wölfe. - © Senckenberg-Institut/Lisa Hanke Berlin. Mit ihrer rabenschwarzen Schnauze hilft Maple dem Artenschutz auf die Sprünge: Gibt es in den Wäldern, auf den Feldern und in den Gewässern... weiter




Dokumentarfilm

Arten sterben

Ein Buckelwal bewegt sich auf dem Empire State Building in Downtown Manhatten. - © Patrick MacLeod Der Zwerghai sinkt taumelnd auf den Grund der Tiefsee. Er kann nicht mehr Schwimmen. Jemand hat ihm die Flossen abgeschnitten... weiter




Gefährdete Arten

Tod am Great Barrier Reef

Sydney. Das weltgrößte Korallenriff Great Barrier Reef vor der Küste Australiens lässt sich nach Meinung von Experten nur noch mit einem... weiter




Wilderei

Jagd auf die letzten Seegurken

20170311seegurke - © Von Original uploader was Elapied at fr.wikipedia - Transferred from fr.wikipedia; transferred to Commons by User:Korrigan using CommonsHelper., CC BY-SA 2.0 fr, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4815456 Noumea. Sie sehen nicht gerade appetitlich aus: von der Form wie eine dicke Wurst, braun bis schwarz in der Farbe... weiter




Artensterben

Australiens Urtiere vom Menschen ausgerottet

Paris. (afp) Acht Meter lange Eidechsen, Kängurus, die eine halbe Tonne wiegen, und Schildkröten so groß wie Autos: Australien war einst von riesigen... weiter




Forschung

Geparden droht die Ausrottung

Perfekt an die Umgebung angepasst - aber chancenlos gegenüber dem Menschen. - © Creative Commons - Falense Geparden sind wesentlich stärker vom Aussterben bedroht als bisher angenommen. Nur noch knapp 7.100 der Tiere lebten auf gerade einmal neun Prozent... weiter




Afrika

Nachfrage nach Elfenbein bleibt Bedrohung für Elefanten

Miami. Die Nachfrage nach Elfenbein bleibt einer Studie zufolge eine akute Bedrohung für die Elefanten in Afrika. Der Großteil des Elfenbeins auf den... weiter




Artenschutz

Sorge vor Aussterben von Walhaien, Hammerhaien und Borneo-Orang-Utans

Gland. Die Bestände von Walhaien, Flügelkopf-Hammerhaien und vor allem von Borneo-Orang-Utans schrumpfen in erschreckendem Maße... weiter




Fauna

Rettung für den Rowi

Kiwi - der Nationalvogel der Neuseeländer. - © Fotolia/Isselée Berlin. Sieben oder acht Mal hallt ein lang gezogener, schriller Pfiff durch den nördlichen Okarito-Wald. Jim Livingstone von der Naturschutzbehörde... weiter




Borneo

Erster Kontakt seit mehr als 40 Jahren mit Sumatra-Nashorn

20160323sumnas - © AFP Jakarta. Erstmals seit mehr als 40 Jahren haben Tierschützer in Indonesien direkten Kontakt mit einem Sumatra-Nashorn gehabt... weiter




CITES

Warnung vor Verstößen gegen Artenschutzabkommen

Der Purpurbär (Rhyparia purpurata) Wien. Viele Österreicher nutzten die Sommerferien zum Reisen, dazu gehören meist auch Mitbringsel. Doch hier ist Vorsicht geboten, warnte der ÖAMTC... weiter




Artensterben

Der Tod der Sterne

Seesterne sind Raubtiere. Doch gegen die mysteriöse Seuche haben sie keine Chance. - © corbis/B. Radvaner Seattle/Wien. Zuerst erzählten die Taucher davon. Herden von Seesternen würden vor der Westküste Amerikas zugrunde gehen... weiter





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