• vom 17.11.2014, 10:36 Uhr

Europas Grenzen

Update: 17.11.2014, 11:40 Uhr

Nach Mare Nostrum

Tanker retten 2.200 Flüchtlinge in Sennot




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Von WZ Online, red, APA

  • Alleine an diesem Wochenende vor Italiens Küste.

Eines von vielen gestrandeten Flüchtlingsboote, abgelegt im Hafen von Pozzallo. - © Wiener Zeitung / Eva Zelechowski

Eines von vielen gestrandeten Flüchtlingsboote, abgelegt im Hafen von Pozzallo. © Wiener Zeitung / Eva Zelechowski

Sizilien. Seit Anfang November ist die Rettungsmission "Mare Nostrum" nicht mehr im vollen Umfang im Einsatz, um Flüchtlinge in Seenot sicher an den Hafen zu bringen. In den kommenden Monaten soll sie langsam auslaufen. Gleichzeitig startete die von der Grenzschutzagentur Frontex koordinierte Operation "Triton" und die Folgen sind langsam zu erkennen. Allerdings nicht in Form schrumpfender Flüchtlingszahlen in Europa, sondern vielmehr, wer die Flüchtlingsboote jetzt auf See erspäht und die italienische Küstenwache verständigt. Am Sonntag war es ein griechischer Öltanker, der 864 Flüchtlinge rettete. Sie wurden anschließend von der italienischen Marine in die sizilianische Hafenstatdt Pozzallo gebracht. Damit steige die Zahl der seit Freitag geretteten Flüchtlinge auf über 2.200, berichtete die Marine.

Hauptsächlich syrische Familien

Dabei hatten die italienischen Behörden infolge des schlechten Wetters mit einem Rückgang der Flüchtlingszahl gerechnet. Die meisten auf Sizilien eingetroffenen Migranten sind syrische Familien. Zu ihnen zählen auch mehrere Kinder. Am Freitag hatte ein griechischer Tanker 230 Personen in Sicherheit gebracht.


477 Flüchtlinge wurden am Samstag zur sizilianischen Hafenstadt Porto Empedocle geführt, nachdem sie von einem Öltanker in Sicherheit gebracht worden waren. Weitere 345 Personen wurden von einem Schiff der italienischen Marine aufgegriffen und trafen ebenfalls am Samstag in Pozzallo ein, weitere 80 Menschen landeten in der kalabresischen Hafenstadt Crotone. Ein Schiff der italienischen Marine wird am Montagvormittag im Hafen der Stadt Reggio Calabria in Kalabrien mit weiteren 230 Migranten an Bord eintreffen.

2014 haben schon über 155.000 Migranten Italien erreicht. Im gesamten Jahr 2013 waren es nur 43.000. Die italienischen Behörden rechneten infolge des schlechten Wetters eigentlich mit einem Rückgang der Flüchtlingszahl.




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Dokument erstellt am 2014-11-17 10:58:51
Letzte Änderung am 2014-11-17 11:40:10


FAQ: Frontex-OP "Triton"


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