Weitere, weitgehend unbekannte Aufnahmen entstanden vom Fenster der Fähre aus. In späteren Apollo-Missionen wurde auch im beengten Innenraum der Hauptkapsel mit kleinen Kameras fotografiert. Dazu kommen Bilder, die während des Mondaufenthalts an Bord des Mutterschiffs entstanden. Astronaut Michael Collins, der dort verblieben war, war ebenfalls mit einer eigenen Kamera ausgestattet.

Die Kameras blieben im All

Nach insgesamt 22 Stunden am Mond begann die Rückreise, zuerst der Aufstieg zum Mutterschiff, der problemlos gelang, dann das Andocken und schließlich die Rückfahrt zur Erde. Um Gewicht zu sparen, ließen Armstrong und Aldrin all das auf der Mondoberfläche zurück, was sie nicht mehr brauchten. Darunter waren auch ihre beiden Hasselblad-Kameras. Nur die Magazine mit den noch nicht entwickelten Filmen nahmen sie mit.

Als die Männer der Apollo-11-Mission am 24. Juli 1969 schließlich in ihrer winzigen Kapsel im Pazifik landeten, waren sie unsterbliche Helden geworden. Unsterblich waren sie nicht zuletzt auch wegen der fotografischen Beweise ihrer Großtat, die sie mit nach Hause gebracht hatten. Die NASA beeilte sich, die Fotomagazine rasch aus der Kapsel zu bergen, um die Bilder, die bis dahin noch niemand gesehen hatte, möglichst bald zu Publicityzwecken einsetzen zu können. Ausgewählte Szenen der Mondlandung verbreiteten sich in Windeseile in den Medien.

Bald ersetzten sie die flüchtigen und grobkörnigen Fernsehbilder, die das Ereignis bisher bebildert hatten. Ende 1969 widmete das große amerikanische Magazin "National Geographic" den Mondaufnahmen eine umfangreiche Fotostrecke mit zahlreichen Farbaufnahmen. Am Umschlag des Heftes fand sich jenes Foto, das bis heute am häufigsten stellvertretend für die erste Mondlandung abgebildet wird: Es zeigt Buzz Aldrin im schweren Raumanzug inmitten einer weiten Mondlandschaft - und dahinter den pechschwarzen Himmel. Im großen Helmfenster spiegelt sich sein langer Schatten, im Hintergrund sind zu erkennen: Neil Armstrong, der das Foto aufgenommen hat, sowie die Landefähre.