Erdzwillinge: Immer wieder werden Planeten entdeckt, die einige verwandte Parameter wie unsere Erde aufweisen, aber bis jetzt wurde noch kein echter Erdzwilling gefunden. Ab 2026 wird sich die ESA-Mission PLATO (Planetary Transits and Oscillations of Stars) auf die Suche nach erdähnlichen Planeten machen. Bisher wurden rund 4000 Exoplaneten entdeckt. In einer habitablen, also bewohnbaren, Zone befinden sich nur wenige.

Galaxien: Astronomen haben rund 7500 Einzelaufnahmen des "Hubble"-Weltraumteleskops zu einem Panoramabild mit 265.000 Galaxien kombiniert. Das Bild enthält Beobachtungen aus 16 Jahren. Manche der Galaxien sind so weit entfernt, dass ihr Licht mehr als 13 Milliarden Jahre zu uns unterwegs war. Sie sind damit zu einer Zeit zu sehen, als das Weltall erst 0,5 Milliarden Jahre alt war. So lässt sich anhand des Panoramas namens "Hubble Legacy Field" die Geschichte der Galaxienentstehung verfolgen. Je tiefer Astronomen ins All blicken, desto weiter können sie die kosmische Vergangenheit erkunden.

Gammablitze: Kollisionen im All können Blitze hervorbringen, die in zehn Sekunden mehr Energie freisetzen, als die Sonne in Milliarden von Jahren. Gammablitze sind die heftigsten Ereignisse, die zu sehen sind. Von ihnen gehen große Mengen elektromagnetischer Strahlung aus. Dennoch sind sie schwer zu beobachten, weil sie nur kurz dauern und ohne Vorwarnung aufflackern. Spezielle Supernovaexplosionen sind mögliche Ursache für solche Blitze. Eine weitere Option sind verschmelzende Neutronensterne.

Schwarzes Loch: Durch ihre extreme Masse lassen Schwarze Löcher noch nicht einmal das Licht entkommen, dadurch sind sie praktisch unsichtbar. Jedoch heizt sich Materie, bevor sie in ein Schwarzes Loch gezogen wird, extrem stark auf und strahlt dann hell. Solch ein Leuchten konnte im April 2019 aufgenommen werden. Das erste Bild vom Schwarzen Loch als dunkler Fleck mit rotem Feuerring war rund um den Globus als Sensation gefeiert worden. Und wieder wurde eine Vorhersoge Albert Einsteins bestätigt. Der experimentelle Durchbruch ermöglicht eine Vielzahl neuer Beobachtungen.

Sonnenwinde: Die Sonne entsendet einen Plasmastrom elektrisch geladener Teilchen. Das Magnetfeld der Erde dient als Schutzschild. Sonnenstürme können die Erdatmosphäre dennoch ins Wanken bringen. Solch Masseauswürfe sind für die stärksten Störungen des Weltraumwetters verantwortlich. Dringen sie in die Erdatmosphäre ein, können sie elektromagnetische Störungen verursachen, die den Flugverkehr und Transformatoren gefährden. Kommunikations- und Energiesysteme können in Mitleidenschaft gezogen werden. Zwei Nasa-Missionen sollen ab 2022 die Herkunft der Sonnenwinde untersuchen - und wie diese die Erde beeinflussen.

Sterne: Man geht davon aus, dass das Universum 13,7 Milliarden Jahre alt ist und über zehn Trilliarden Sterne existieren. Mit dem Weltraumteleskop "Fermi" haben Forscher das gesamte Sternenlicht gemessen, das jemals im sichtbaren All ausgesendet wurde. Es sind 4 mal 10 hoch 84 Photonen - eine 85-stellige Zahl.