Wien. Klein und grün, mit großen Augen und einem großen Kopf: So stellen sich viele Menschen einen Außerirdischen vor. Der klassische Alien, wie er seit dem von Verschwörungstheoretikern vermuteten Absturz einer fliegenden Untertasse 1947, dem Roswell-Zwischenfall, in dem militärischen Sperrgebiet der Area 51 im südlichen Nevada (USA) konserviert sein soll. Aber nicht alle verbinden die Frage nach außerirdischem Leben, sofern sie überhaupt daran glauben, mit kleinen, grünen Männchen. Ganz im Gegenteil. Die "Wiener Zeitung" hat sich umgehört und Passanten am Wiener Donaukanal befragt.

Doris, 20 Jahre alt

"Ich bin überzeugt, dass es Außerirdische gibt. Sie sind entweder extrem groß und wir mikroskopisch klein oder umgekehrt. Also sie sind mikroskopisch klein und wir riesig. Ich stelle sie mir als schwabbelige Masse vor, aber sie haben ganz bestimmt zwei Augen. Mit denen sie uns beobachten können."

Magdalena, 21 Jahre alt

"Außerirdische gibt es ganz sicher. Für mich sind sie weiß, drei Meter groß und haben zwei lange Beine, damit sie sich fortbewegen können. Die Beine sind dünn, der Rest des Körpers ist eher kugelig. Sie sind auf jeden Fall böse. Intelligenter als der Mensch und böse. Ich glaube, dass sie uns beobachten."

Magdalena (M.) glaubt, dass Außerirdische intelligenter als der Mensch sind - und böse.
Magdalena (M.) glaubt, dass Außerirdische intelligenter als der Mensch sind - und böse.

Arianna, 24 Jahre alt

"Wenn man sich das Weltall anschaut, so groß, so unendlich wie es ist, dann muss es noch anderes Leben geben. Auf den verschiedenen Planeten leben bestimmt verschiedene Aliens. Sie sehen aber ähnlich aus wie das Leben auf der Erde, glaube ich, vielleicht wie Insekten. Auf jeden Fall nicht so typisch alienmäßig mit großem Kopf, großen Augen und kleinem Körper. Auf der Erde sind sie nicht. Weil wenn sie sich uns anschauen, sagen sie bestimmt, wir sind böse."

"Es muss noch anderes Leben geben", sagt Arianna.
"Es muss noch anderes Leben geben", sagt Arianna.

Felix, 30 Jahre alt

"Die Aliens sind schon unter uns. Sie leben in Menschengestalt auf der Erde, man erkennt sie daran, dass sie wie Echsenmenschen aussehen. Zum Beispiel Marc Zuckerberg (US-amerikanischer Gründer von Facebook, Anm.). Es gibt merkwürdige Videos im Internet, in denen man sieht, dass er sich schwertut, ein Glas Wasser zu trinken. Die Augenbewegungen sind nicht stereotyp. Es sind Merkmale, die einem durchschnittlichen Erdenbürger nicht zuzuschreiben sind. Ich denke, dass sie uns aber nur erforschen wollen."

Lisa, 18 Jahre alt

"Ich glaube an Außerirdische, es gibt vielleicht schon welche auf der Erde. Auf jeden Fall auf anderen Planeten. Ich glaube, dass sie ausschauen wie Menschen, aber ein bisschen übernatürlich sind. Es gibt ja Menschen, die sind anders, das sind dann Außerirdische. Sie wollen aber nichts Böses. Einfach nur mit uns leben."

Arthur, 29 Jahre alt

Für Arthur sind Aliens so klein wie Bakterien.
Für Arthur sind Aliens so klein wie Bakterien.

"Ich glaube, Aliens sind Bakterien. Es gibt sie im Weltraum und auf der Erde. Aber ob sie intelligent sind? Was versteht man überhaupt unter intelligent? Nur, weil etwas lebendig ist, heißt das noch lange nicht, dass es sich Gedanken macht wie wir."

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Emily, 20 Jahre alt

"Ich glaube schon, dass es irgendetwas Außerirdisches gibt, aber nicht auf der Erde. Ich kann sie nicht beschreiben, aber sie schauen nicht wie kleine, grüne Männchen aus und auch nicht wie der Mensch. Vielleicht haben sie uns schon entdeckt."

Alex, 22 Jahre alt

"Ich stelle sie mir gottähnlich vor. Sie beobachten uns wie Mäuse. Das war aber nicht immer so, sie haben sich genauso wie wir im Laufe der Evolution entwickelt, aber eben in unterschiedlicher Weise. Entweder sind sie nicht intelligent genug, uns zu kontaktieren, oder intelligent genug, es nicht zu tun."

Alex stellt sich Aliens gottähnlich vor. - © Moritz Ziegler
Alex stellt sich Aliens gottähnlich vor. - © Moritz Ziegler

Jimmy, 66 Jahre alt

"Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass es Außerirdische gibt, sie existieren zu 99 Prozent. Wie sie aussehen, hängt von ihrer Umgebung ab, sie könnten zum Beispiel gasförmig sein und unter uns leben, sodass wir sie gar nicht sehen können. Das, was wir wahrnehmen, ist ja nur ein Bruchteil all dessen, was es gibt. Vielleicht wissen einige auf der Erde, Wissenschafter oder Politiker, schon mehr darüber. Sie geben es aber nicht bekannt. Denn das würde zu einem Chaos führen. Die ganze Religion wäre beim Teufel."

Vered, 23 Jahre alt

"Sie sind noch nicht auf der Erde. Sonst hätten sie uns schon alle umgebracht."

Paul, 53 Jahre alt

"Leben ist immer an seinen Lebensraum angepasst. Karbon, Stickstoff, der Weltraum ist voll von den chemischen Grundelementen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass daraus auch außerhalb der Erde ähnliches Leben entstanden ist. Ob es mit uns Kontakt aufnehmen will oder kann, weiß ich nicht. Dass tatsächlich einmal ein Alien auf die Erde abgestürzt ist und jetzt in Area 51 liegt, glaube ich nicht. Wenn sie zur Erde fliegen können, sind sie nicht zu blöd zum Einparken."

Manü, 36 Jahre alt

"Die Außerirdischen sind Einzeller, so wie wir am Anfang der Lebensgeschichte. Wir haben ja auch fünf Milliarden Jahre gebraucht. Sie sind sehr klein, wie ein Farbspritzer auf meinem Handschuh. Es steckt in jedem ein Potenzial. Ich bin der Meinung, aus jedem Lebewesen kann etwas werden, im Sinne von Selbstoptimierung. Wenn sie sich mit uns vermischen, ist das gut für uns. Weil wir sind ja auch bakterielle Wesen, ein Ökosystem, as kann nur bereichert werden."