Bei dem Perseidenschauer passiert Folgendes: "Der Komet ,Swift-Tuttle` kreuzt alle heiligen Zeiten die Erdumlaufbahn. Er besteht, wie alle Kometen, aus gefrorenem Kohlenstoffdioxid, Staub, Dreck, Wasser und so weiter. Der Schweif des Kometen besteht hauptsächlich aus Dreck", erklärt Werner Gruber. ,Swift-Tuttle´ hinterlasse in der Erdumlaufbahn nun seinen Schmutz, der über Jahre an dem Kreuzungspunkt vorhanden bleibe. Sobald die Erde auf diesen Staub mit circa 75 Kilometer pro Sekunde zufliegt, verglühen die Dreckteilchen in hundert Kilometer Höhe. Diese Teilchen sehen wir als Sternschnuppen, so der Physiker.

Am schönsten zu sehen ist das beliebte Ereignis, wenn der Komet gerade vorbeigeflogen sei. Von Jahr zu Jahr werde der Kometenstaub aber weniger und dadurch gibt es auch weniger Sternschnuppen. Sobald der Komet dann wieder vorbeifliegt, beginnt das Ganze wieder von vorne. Um bei einem Perseidenschauer bessere Erfolgschancen zu haben, sei es sehr wichtig, dass es wirklich ganz dunkel ist, sagt der Planetariumsdirektor.

Am Nachmittag des 11. Novembers gibt es den letzten Merkurtransit für die nächsten 13 Jahre. Beim Merkurtransit schiebt sich der Merkur zwischen Sonne und Erde. "Dadurch ist ein kleines Pünktchen auf der Sonnenscheibe zu sehen", so Werner Gruber. In Österreich sehe man den Merkurtransit aber nur zur Hälfte, sagt Alexander Pikhard. Die nächsten bedeutenden Sonnen- und Mondfinsternisse seien generell schlecht zu beobachten. Erst im Juni 2021 gebe es die nächste brauchbare partielle Sonnenfinsternis und die nächste Mondfinsternis im Mai 2022.

50 bis 250 mögliche
Zivilisationen

Wenn man Werner Gruber nach seiner Meinung zu Außerirdischen fragt, bekommt man mit den Worten "da steht’s drin" sein Buch "Flirten mit den Sternen" in die Hand gedrückt. Darin beschreibt er anhand einer physikalischen Formel, dass es laut den darin enthaltenen Parametern durchaus andere Zivilisationen in unserem Sonnensystem geben muss. Seine Formel ergibt dabei einen Wert von 50 bis 250 Zivilisationen, die innerhalb unserer Milchstraße leben könnten. Der Abstand zwischen unserer Erde und deren Heimat liege aber gute 5000 Lichtjahre entfernt, was eine Kontaktaufnahme schwierig mache. "Also müssen wir auf ein neues Pizzarezept noch etwas warten", scherzt er. Gruber glaubt, dass wir entweder morgen oder eben erst in 5000 Jahren mit Außerirdischen Kontakt aufnehmen können. Über das Aussehen der Aliens hat Gruber zwei Theorien. Aber das ist aber eine andere Geschichte.