• vom 04.04.2018, 08:28 Uhr

Blockchain

Update: 04.04.2018, 08:30 Uhr

Regulierung

Deutsche Bank fordert mehr Kontrolle von Kryptowährungen




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Von WZ Online, APA, dpa

  • "Finanz- und Cyberkriminalität verschmelzen immer mehr".

Frankfurt. Die Deutsche Bank hält strengere Vorschriften für Kryptowährungen wie Bitcoins für angebracht. "Finanzkriminalität und Cyberkriminalität verschmelzen immer mehr und sind bereits heute kaum noch voneinander zu trennen", schrieb Philippe Vollot, der Leiter der Abteilung gegen Finanzkriminalität bei dem Institut, in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt".

Kryptowährungen etwa würden nicht der gleichen Regulierung und den gleichen Kontrollen wie traditionelle Zahlungsmittel unterliegen. Dadurch sei ein nahezu anonymer weltweiter Transfer hoher Geldsummen möglich.

"Hiermit sollten sich Regierungen und Aufsichtsbehörden intensiv auseinandersetzen und sicherstellen, dass für Kryptowährungen die gleichen Regeln zum Schutz vor Finanzkriminalität gelten wie für traditionelle Zahlungslösungen", forderte Vollot. Der Manager ist auch dafür, im Bankgeschäft Roboter-Technologien und künstliche Intelligenz einzusetzen, um verdächtigen Geschäften auf die Schliche zu kommen.

Damit reiht sich Vollot in einen Kanon von vielen Stimmen ein, die eine stärkere Kontrolle von Kryptowährungen verlangen. Globale Regeln sind vorerst allerdings nicht in Sicht. Bei ihrem jüngsten Treffen in Argentinien hatten die Finanzminister und Notenbankchefs führender Industrie- und Schwellenländer (G-20) keine konkreten Maßnahmen zur Regulierung beschlossen.

Für Skepsis hatten auch die starken Schwankungen vieler Kryptowährungen gesorgt. So hatte sich der Wert eines Bitcoin binnen kürzester Zeit auf bis zu 20.000 US-Dollar vervielfacht, nur um dann wieder abzurutschen. Am Mittwochvormittag kostete die bekannteste Kryptowährung rund 7.300 US-Dollar (5.931 Euro).





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-04-04 08:29:02
Letzte Änderung am 2018-04-04 08:30:21


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