Offiziell gibt es noch keine Ankündigung durch den Sender Netflix, doch scheint es nach einer Indiskretion sicher: Martin Scorseses Film über Bob Dylans "Rolling Thunder Revue" soll noch heuer ausgestrahlt werden. Schon länger war über dieses Projekt berichtet worden. US-Regisseur Scorsese soll etliche Interviews für das Projekt bereits vor mehr als einem Jahrzehnt geführt haben. Nach Informationen des Branchenblattes "Variety" ist es nun so weit. Noch 2019 wird der Film mit dem Titel "Rolling Thunder Revue: A Bob Dylan Story by Martin Scorsese" ausgestrahlt werden.

Der Film schildert laut Netflix "den unruhigen Geist Amerikas im Jahr 1975 und die freudvolle Musik, die Dylan im Herbst des gleichen Jahres aufführte. Teilweise Dokumentarfilm, teilweise Konzertmitschnitt, teilweise Fiebertraum ist ‘Rolling Thunder’ eine einzigartige Erfahrung von Meister-Regisseur Martin Scorsese."

Scorsese hat schon mehrere Musikfilme gedreht. 2005 erschien "No Direction Home – Bob Dylan", in dem der Filmemacher den Werdegang der Musiklegende nachzeichnet. Schon davor hatte er etwa 1978 mit "The Last Waltz" das Abschiedskonzert von The Band verfilmt.

Mit der "Rolling Thunder Revue" hatte Dylan im Herbst 1975 und dann nochmals im Frühjahr 1976 für Aufsehen gesorgt. Mit dabei waren zahlreiche Kollegen wie Joan Baez, Joni Mitchell, Roger McGuinn, Phil Ochs, Bobby Neuwirth oder Mick Ronson, aber auch Filmemacher und Schauspieler Sam Shepard, der ein Buch über die Tour schrieb, und US-Poet Allen Ginsberg. Zeugnis von der Tour legen die Live-Platte "Hard Rain" aus dem Jahr 1976, die 2002 erschienene Bootleg-SeriesVolume-5 sowie der von Dylan gedrehte Film "Renaldo & Clara", der bis heute nicht auf DVD oder Blu-ray erhältlich ist.