• vom 12.09.2018, 20:43 Uhr

Brexit

Update: 12.09.2018, 21:06 Uhr

Ranking

London ist nicht mehr wichtigster Finanzplatz




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    London/Wien. New York hat London laut Global Financial Centres Index als führendes Finanzdienstleistungszentrum vom Platz eins verdrängt. Dieser Index wurde am Mittwoch von der Analysefirma Z/Yen und dem China Development Institute veröffentlicht. Zürich, Amsterdam, Frankfurt, Wien und Mailand sind im Ranking nach oben geklettert. Wien liegt nun auf Platz 51 hinter Glasgow und vor Tallinn, Madrid, Brüssel und Sao Paulo, Mailand, Johannesburg und Stockholm.

    Angeführt wird die Liste von New York (1), gefolgt von London (2), Hongkong (3), Singapur (4), Shanghai (5), Tokio (6), Sydney (7), Peking (8), Zürich (9) und Frankfurt (10).


    Laut einer Analyse des Wirtschafts-Nachrichtendienstes Bloomberg sei der Hauptgrund für das Zurückfallen Londons auf den zweiten Platz vor allem im Brexit zu suchen. Konkrete Angaben der britischen Regierung, wie London sich den Brexit im Detail vorstellt, würden zur Verunsicherung der Finanzdienstleister mit Sitz in London führen. Laut Bloomberg haben "einige der größten Banken der Welt haben bereits Notfallpläne für einen ungeordneten Ausstieg des Vereinigten Königreiches ausgearbeitet".

    Dublin fällt zurück
    Überraschend für Beobachter und Experten ist das Zurückfallen von Dublin (um sechs Plätze auf nun Platz 37 der Rangliste), München (jetzt Platz 39, ein Zurückfallen um vier Plätze im Ranking) sowie Hamburg (Platz 41, ein Zurückfallen um 12 Plätze im Ranking). Überraschend ist der Abstieg dieser drei Finanzdienstleistungszentren vor allem deshalb, da es sowohl Dublin, aber auch München und Hamburg gelungen war, Jobs und Geschäft aus London in diese Städte zu holen.

    Der deutlichste in diesem Ranking sichtbar gewordene Trend ist allerdings der Aufstieg der Finanzdienstleistungszentren in Asien. Auf den ersten 20 Rängen der Liste finden sich neun Finanzdienstleistungszentren aus Asien und Australien. Der Global Financial Centres Index basiert auf den Angaben von insgesamt 2400 Befragten aus der Finanzdienstleistungsindustrie.




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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2018-09-12 18:33:04
    Letzte Änderung am 2018-09-12 21:06:04


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