Unterschiedlicher könnten Meinungen nicht sein. Gehen oder bleiben?

Dossier
Brexit

Die Briten haben für einen Brexit gestimmt: 52 Prozent sprachen sich für einen Austritt aus der EU aus, 48 Prozent für einen Verbleib. Somit ist Großbritannien das erste Land, das die Union verlässt.

Premier Edward Heath unterschreibt am 22. Jänner 1972 den EG-Beitrittsvertrag in Brüssel. - © getty images

EU-Großbritannien

Eine schwierige Beziehung8

  • Ebenso wie die Bürger haben auch die britischen Parteien in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder mit der europäischen Idee gefremdelt. Die Gräben zwischen Befürwortern und Gegnern verliefen dabei oft mitten durch die Fraktionen.

Brüssel/London. (red) Nichts weniger als "eine Art Vereinigter Staaten von Europa" entwarf der Visionär Winston Churchill in einer Rede 1946 an der Universität Zürich - als Zukunftslösung für die Misere nach dem Zweiten Weltkrieg. Nur so könnten die hunderten Millionen Europäer "einfache Freuden und Hoffnungen, die das Leben lebenswert machen"... weiter




In den Abendstunden wird über Mays Deal abgestimmt. - © reu

Brexit

"The ayes to the right . . .": So stimmt das Unterhaus ab34

  • Zählappell statt Abstimmungscomputer oder Stimmzettel im britischen Parlament - auch in nahegelegenen Pubs ertönt die "Division Bell".

London. Das politische Europa hält den Atem an. Im Londoner Unterhaus wird am Abend des heutigen Dienstags das Ergebnis der Abstimmung über den umstrittenen Brexit-Deal verkündet. Erfolgen wird das Votum in einem fast archaischen Ritual, denn in der traditionsreichen Volksvertretung kommen weder Abstimmungscomputer noch Stimmzettel zum Einsatz... weiter




Außenhandel

Sorge vor Brexit ohne Abkommen wächst

  • Tausende Regelungen für Handel und Verkehr zwischen Großbritannien und der EU drohen nach dem 29. März ungültig zu werden.

Frankfurt. Endlose Lastwagenkolonnen an den Grenzen, Produktionsausfälle, weil Teile nicht rechtzeitig geliefert werden: Die Angst vor einem Brexit ohne Abkommen wächst. Morgen, Dienstag, wird im britischen Unterhaus eine Entscheidung über das von Premierministerin Theresa May mit Brüssel ausgehandelte Abkommen zum EU-Austritt erwartet... weiter




Das britische Unterhaus stimmt am Dienstagabend über den Vertrag ab. Eine Mehrheit für das von May ausgehandelte Abkommen ist nicht in Sicht. - © APAweb/REUTERS, Toby MelvilleGrafik

Brexit

May will Brexit-Vertrag in letzter Minute retten2

  • Britische Premierministerin warnt vor Blockade des Aussteigs, EU bereitet sich auf Brexit-Verschiebung vor.

London. Einen Tag vor der entscheidenden Abstimmung im britischen Unterhaus bemüht sich Premierministerin Theresa May um die Rettung ihres Brexit-Abkommens. Wenn das Parlament den Vertrag mit der EU ablehne, sei der Brexit insgesamt in Gefahr, heißt es in einer Rede Mays, die sie am Montag vor Fabrikarbeitern in der Brexit-Hochburg Stoke-on-Trent... weiter




Brief

EU-Parlamentarier richten emotionalen Appell an Briten1

  • Brief von mehr als hundert Abgeordneten des EU-Parlaments: "Wir bitten darum, im Interesse der nächsten Generation den Austritt zu überdenken"

Brüssel.  In einem emotionalen Brief haben mehr als hundert Abgeordnete des EU-Parlaments die Briten gebeten, in der EU zu bleiben. "Wir bitten darum, im Interesse der nächsten Generation den Austritt zu überdenken", heißt es im Entwurf des Schreibens, das Anfang der Woche in Großbritannien veröffentlicht werden soll... weiter




Reaktion

Brüssel bereitet sich auf verzögerten Brexit vor3

  • Die Europäische Union bereitet sich laut Medienbericht auf Verschiebung des britischen EU-Austritts bis mindestens Juli vor.

Brüssel. Die Europäische Union bereitet sich einem Medienbericht zufolge auf eine Verschiebung des britischen EU-Austritts bis mindestens Juli vor. Der für den 29. März geplante Brexit werde in Brüssel angesichts der starken Vorbehalte des Parlaments mittlerweile als sehr unwahrscheinlicher Termin angesehen... weiter




Die britische Premierministerin Theresa May warnte die Abgeordneten vor einem No-Deal. Die Abstimmung über die Brexit-Vereinbarung zwischen London und den 27 anderen Mitgliedstaaten ist am Dienstag geplant. - © APAweb/AFP, Daniel Leal-Olivas

Verhandlungen

Kein Brexit wahrscheinlicher als EU-Austritt ohne Deal17

  • Abgeordnete sollten an die Folgen ihres Handelns in Bezug auf die Briten und ihren Glauben an die Demokratie denken, so May.

London. m Falle einer Ablehnung ihres Brexit-Abkommens am Dienstag hält Premierministerin Theresa May einen Stopp des EU-Austritts für wahrscheinlicher als einen Ausstieg ohne Deal. Das berichtete die britische Nachrichtenagentur PA am frühen Montagmorgen unter Berufung auf ein ihr vorliegendes Redemanuskript Mays... weiter




- © REUTERS

Jeremy Corbyn

Einsam für den Austritt16

  • In der Labour Party gibt es kaum noch Sympathien für den Brexit. Zum großen Missmut der Mitglieder hält Parteichef Jeremy Corbyn jedoch eisern an der Notwendigkeit einer radikalen Abkoppelung von der EU fest.

London. Kurz vor dem großen Entscheid in Westminster wollen die meisten Labour-Anhänger vom Brexit nichts mehr wissen. Jüngsten Umfragen zufolge finden fast drei Viertel aller Wähler der maßgeblichen Oppositionspartei Großbritanniens, dass der Austritts-Beschluss von 2016 ein Fehler war. Bei den Labour-Mitgliedern denken das sogar nahezu 90 Prozent... weiter




"Kunden fragen viel mehr Platz an": Der Lagerhallenbetreiber NX Group profitiert von der Sorge über den No-Deal-Brexit. - © afp/Oli Scarff

Großbritannien

Die Nutznießer des Brexit6

  • Unternehmen horten Waren aus Angst vor Engpässen bei einem ungeregelten EU-Austritt.

London. (afp) Die Ängste rund um den bevorstehenden Brexit sind für Neil Powell eine "gute Nachricht". Seine riesige Lagerhalle im Zentrum Englands ist praktisch voll bis unters Dach. Und weiterhin sind zahlreiche Unternehmen auf der Suche nach Lagerfläche für Waren, um mögliche Lieferschwierigkeiten nach dem Austritt Großbritanniens aus der... weiter




Die "European Union Naval Force - Somalia" kämpft auch gegen Piraterie am Horn von Afrika. Bisher stand sie unter britischer Führung. - © eunavforInterview

Brexit

Wo die Briten fehlen werden15

  • Das Ausscheiden aus der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik ist das größte Risiko, sagt Expertin Mary Kaldor.

"Wiener Zeitung": Der britische Sicherheitsminister Ben Wallace warnt, ein Brexit ohne Abkommen mit der EU würde das Terrorismusrisiko sowie grenzüberschreitende Kriminalität erhöhen. Die Polizei und Sicherheitsinstitutionen sehen das ebenso. Und Sie? Mary Kaldor: Ja. Wir können Terrorismus nur durch Überwachung und Geheimdienstarbeit begegnen... weiter




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EU-Großbritannien

Eine schwierige Beziehung

Premier Edward Heath unterschreibt am 22. Jänner 1972 den EG-Beitrittsvertrag in Brüssel. - © getty images Brüssel/London. (red) Nichts weniger als "eine Art Vereinigter Staaten von Europa" entwarf der Visionär Winston Churchill in einer Rede 1946 an der... weiter




Finanzbranche

Brexit-Abstimmung sorgt für Verunsicherung an den Börsen

London/Frankfurt. Die Unsicherheit vor der Brexit-Abstimmung hat am Montag zusammen mit schwachen Wirtschaftsdaten aus China über den Börsen in Europa... weiter




Brexit

"Schon Gedanke an weichen Brexit ist Verrat"

Brexit-Wortführer Boris Johnson warnte Premierministerin May am Freitag eindringlich davor, sich mit der Opposition auf einen Verbleib im EU-Binnenmarkt zu verständigen. - © afp Wien/London. Ratlosigkeit schlägt in Verzweiflung um, je näher der EU-Austritt Großbritanniens am 29. März rückt. Seit sich die Abgeordneten in... weiter




Brexit

Deutscher Appell an Briten zum Verbleib in der EU

London/Berlin. Deutsche Spitzenpolitiker, Topmanager und Verbandspräsidenten haben die Briten in einem Brief an die Londoner Zeitung "The Times" zum... weiter




Großbritannien

Krise als "Triumph der Demokratie"

FILES-BRITAIN-EU-BREXIT-POLITICS - © APAweb / AFP, Scott Heppell Wien/London. Der frühere britische Außenminister und langjährige Parlamentarier Malcolm Rifkind sieht die politischen Vorgänge rund um den Brexit in... weiter




Brexit

Auf der Suche nach neuen Optionen

Brüssel/Berlin/Paris/Wien. Es ist wie ein Mantra, das aus den EU-Hauptstädten und -Institutionen in den vergangenen Wochen ständig kommt... weiter




Brexit

Chaos in London lässt Devisenmarkt kalt

- © M. Hirsch London/Brüssel/Berlin/Wien. Die Nervosität ist ungleich verteilt. Während die Brexit-Abstimmungen in London die Sorgen in großen Teilen der Wirtschaft... weiter




Brexit

Welche Optionen bleiben jetzt noch?

London. All das Für und Wider, all die Warnungen vor Chaos und Absturz, all die Appelle an die Vernunft - es hat alles nichts genützt... weiter




Brexit

Schottland fordert eine neue Volksabstimmung

Nicola Sturgeon - © Scottish Government Straßburg. Nach Theresa Mays schwerer Niederlage im britischen Parlament fordert die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon eine neue... weiter




Historie

Kein "Arthur" in Sicht?

20190115brexit2 - © APAweb, afp, Oli Scarff Großbritannien macht dieser Tage eine Verfassungskrise durch, ein Kräftemessen zwischen der "mother of parliaments" und der zentralistisch regierenden... weiter




Theresa May

"Zombie-Premierministerin" in Sackgasse

Theresa Mays Gesicht spricht Bände: Gerade hat sie die Vertrauensabstimmung gewonnen - und die Rede des Oppositionsführers Jeremy Corbyn, der wieder auf Neuwahlen drängt, wird gerade mit lauten Buh-Rufen unterbrochen. - © reuters London. Sie hat gekämpft und gekämpft, ist nach jedem Rückschlag wieder aufgestanden und steckt nun in einer Sackgasse: Nachdem das britische... weiter





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