Die Angeklagten im Buwog-Prozess

Dossier
Der Buwog-Prozess

Der Buwog-Prozess ist der vorläufige Schlusspunkt zu den Ermittlungen gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, dessen ehemalige Mitarbeiter und Weggefährten. Verhandelt werden Anklagen wie mögliche Untreue, illegale Absprachen und Provisionszahlungen in Zusammenhang mit der Privatisierung von 60.000 Bundeswohnungen der Bauen und Wohnen GmbH (BUWOG). Der Republik Österreich könnten bis zu einer Milliarde Euro entgangen sein. Berichte, Kommentare und Analysen über einen Korruptionsfall, der seit 15 Jahren Justiz und Öffentlichkeit beschäftigt.


Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser. - © APAweb, Hans Punz

Buwog-Prozess

Grasser war "höchst nervös"14

  • Bei der Befragung des Steuerberaters Gerald Toifl kommen widersprüchliche Aussagen zu Tage.

Wien. Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP), Walter Meischberger, Peter Hochegger, Ernst Karl Plech und andere ist heute die Befragung von Meischbergers früherem Steuerberater und Anwalt Gerald Toifl abgeschlossen worden. Am 6. November geht es im Wiener Landesgericht dann mit der Causa Telekom/Valora weiter... weiter




Der Angeklagte Gerald Toifl - © APAweb / Herbert Neubauer

Korruptionsprozess

Gesprächsrunden bei Toifl im Zentrum von Grasser-Prozess1

  • Es geht um den Zeitraum, in dem bekannt wurde, dass die Staatsanwaltschaft gegen den Ex-Finanzminister ermittelt.

Wien/Linz. Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, seinen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere hat heute Richterin Marion Hohenecker die Phase beleuchtet, in der bekannt wurde, dass Grasser von der Staatsanwaltschaft als Beschuldigter geführt wird... weiter




Gerald Toifl (links) mit Anwalt Ainedter und seinem Verteidiger Oliver Scherbaum (rechts). - © apa/Punz

Buwog-Prozess

Meischbergers Steuerberater wird befragt1

  • Der Ex-Steuerberater von Meischberger wird zu E-Mails befragt. Sie belasten Grasser, so die Ankläger.

Wien. E-Mails und ihre Interpretation: Darum drehte sich am Donnerstag der Buwog-Prozess am Wiener Straflandesgericht. Befragt wurde Gerald Toifl. Er war der Rechtsanwalt und Steuerberater von Walter Meischberger. Die Anklage wirft ihm Beweismittelfälschung und Geldwäsche vor. Toifl bestreitet die Vorwürfe... weiter




Angeklagter Gerald Toifl mit seinem Anwalt Oliver Scherbaum. - © APAweb / Helmut Fohringer

Grasser-Prozess

Toifl erklärt den "Fiona-Ast"9

  • Toifl beschrieb in Mails die Gefahren, die Grasser durch die Enthüllungen drohen: "Dann ist der tot".

Wien. Am 55. Tag im Buwog-Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (ÖVP/FPÖ), Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger und andere war heute den zweiten Tag der ehemalige Meischberger-Anwalt Gerald Toifl am Wort. Er ist wegen Geldwäsche und Beweismittelfälschung angeklagt. Seine heutige Befragung durch Richterin Marion... weiter




Der Angeklagte Karl-Heinz Grasser (re.) mit seinem Anwalt Norbert Wess. - © APAweb, Georg HochmuthVideo

Grasser-Prozess

Ungewöhnliche Geldgeschäfte3

  • Der mitangeklagte Vermögensverwalter nahm am Flughafen Zürich größere Bargeldsummen entgegen.

Wien. Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere hat heute der mitangeklagte Vermögensverwalter Norbert Wicki einen Einblick in seine Geschäftsgebarungen gegeben - die Richterin Marion Hohenecker an seinen Compliance-Regeln zweifeln ließ. Demnach hat er, Wicki... weiter




Der Angeklagte Karl Heinz Grasser und seine Anwälte Norbert Wess (l) und Manfred Ainedter (r) vor Beginn des Strafprozesses wegen Bestechungs- und Untreueverdachts bei der Buwog-Privatisierung und des Linzer Terminal Towers, am Mittwoch, 1. August 2018. - © APAweb / Georg Hochmuth / Pool

Grasser-Prozess

"Beruf ist Beruf, privat ist privat"5

  • Der Ex-Finanzminister sieht bei Belastungszeugen Rache und politische Gründe.

Wien/Linz. Im Korruptionsprozess rund um die Privatisierung der Bundeswohnungen hat Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) heute erneut betont, dass er keine Informationen aus dem Vergabeverfahren an seinen damaligen Berater und Freund Walter Meischberger weitergegeben habe. "Beruf ist Beruf und privat ist privat", sagte Grasser... weiter




- © apa/Helmut Fohringer

Vor Gericht

Grasser: "Es muss nicht immer ums Geld gehen"

  • Meischberger habe ihn gratis beraten, da dieser auch einen altruistischen Zugang habe, so der Ex-Finanzminister.

Wien. (dab) Um das Verhältnis zwischen Karl-Heinz Grasser und Walter Meischberger drehte sich der 46. Verhandlungstag im Buwog-Prozess am Donnerstag. Grasser und Meischberger sollen bei der Buwog-Privatisierung im Jahr 2004 zusammengearbeitet haben, um Schmiergelder zu kassieren. Die beiden Angeklagten bestreiten das... weiter




Karl-Heinz Grasser und Anwalt Manfred Ainedter am Donnerstag vor dem Großen Schwurgerichtssaal am Wiener Straflandesgericht. - © APA/GEORG HOCHMUTH/APA-POOL

Buwog-Prozess

"Nichts anderes als meine Pflicht getan"

  • Grasser lobt Buwog-Privatisierung und sieht für Beratung durch Meischberger altruistische Gründe.

Wien/Linz. Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser hat in der Befragung durch Richterin Marion Hohenecker die Privatisierung der Bundeswohnungen verteidigt. "Ich habe nichts anderes als meine Pflicht getan", sagte Grasser. Er habe den Prozess "nachvollziehbar und transparent" aufgesetzt. Die Vergabekommission habe sehr gute Arbeit geleistet und das... weiter




- © apa/Neubauer

Vor Gericht

Turmbau und Live-Ticker1

  • Grasser wird zu Bauprojekt befragt. Seine Anwälte zeigen Journalistin an.

Wien. Der Linzer Terminal Tower stand bei der Befragung von Karl-Heinz Grasser am Mittwoch im Mittelpunkt des Buwog-Prozesses. Im Wiener Straflandesgericht wurde insbesondere die Frage erörtert, inwieweit der damalige Finanzminister in das Immobilienprojekt eingebunden war. Die Finanzbehörden haben sich 2006 in das Bürogebäude neben dem Linzer... weiter




Grassers Verteidiger Norberts Wess (rechts) und Manfred Ainedter (links). - © apa/Helmut Fohringer

Vor Gericht

Der Teufel steckt im Antrag9

  • Wie wichtig juristische Details und Finessen sein können, zeigte sich am Dienstag beim Buwog-Prozess.

Wien. Langwierige Vorträge mit juristischen Ausführungen, das endlose Zitieren von Paragrafen und Ordnungsnummern: Das klingt zunächst einmal verdammt fad und mühsam. Dementsprechend zäh wirkte auch die Hauptverhandlung im Buwog-Prozess, die am Dienstag fortgesetzt wurde. Der 44. Verhandlungstag startete mit einer Flut von Anträgen... weiter




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