• vom 21.12.2017, 17:27 Uhr

Buwog


Buwog-Prozess

Eine "Ungeheuerlichkeit" und "Fake News"




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    Wien. (dab) Mit der Einvernahme von Peter Hochegger ist am Donnerstag der Buwog-Prozess im Wiener Straflandesgericht fortgesetzt worden. In der stundenlangen Einvernahme berichtete der PR-Experte detailreich über die Causa Buwog und andere Fälle.

    Zu Beginn der Verhandlung bestritt Hochegger, dass es einen gemeinsamen Tatplan gegeben habe. Die Anklage behauptet, Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Hochegger, Ex-FPÖ-Politiker Walter Meischberger und der Ex-Immobilienmakler Ernst Karl Plech hätten einen Plan entwickelt, um bei Privatisierungen mitzuschneiden. Das stimme nicht, entsprechende Zeugenaussagen seien eine "Ungeheuerlichkeit", hielt Hochegger fest. Angesprochen auf sein steuerschonendes Unternehmensnetzwerk im Ausland, meinte Hochegger: "Kurzfristig hat es sich ausgezahlt, im Nachhinein nicht. Es ist nicht in Ordnung. Irgendwann fragt auch jemand nach und öffnet ein Konto."


    Während der Vernehmung konfrontierte Richterin Marion Hohenecker den Angeklagten auch mit seinen bisherigen Einvernahmen. "Warum haben Sie nicht schon 2009 alle Empfänger der Buwog-Provisionen genannt?", fragte sie. "Der Moment war noch nicht da. Ich war noch nicht so weit. Das hat noch Jahre gedauert", antwortete Hochegger.

    Ex-Banker dementiert
    Der Ex-Lobbyist hatte am Mittwoch ausgesagt, der ehemalige Banker W. habe ihm im Herbst 2005 davon erzählt, dass ein Teil der Buwog-Provision auf ein Konto von Grasser gegangen sei. Der Bankberater hatte das am Mittwochabend im ORF bestritten. Hocheggers Aussagen seien "Fake News". Mehr wolle er im Moment dazu noch nicht sagen, da er im Prozess als Zeuge aussagen werde, gab er an. Der Prozess ging am Donnerstag in die Weihnachtspause. Am 9. Jänner geht es mit der fortgesetzten Einvernahme von Hochegger weiter.




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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2017-12-21 17:32:09


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