• vom 28.12.2017, 22:23 Uhr

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US-Konto wirft Fragen im Buwog-Prozess auf




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    Wien. Im Buwog-Krimi gibt es nun neue Fragen um ein US-Konto. Laut "Kronen Zeitung" wurden die Richterin im Buwog-Prozess, Marion Hohenecker, und auch die Staatsanwälte vor wenigen Tagen über die Existenz dieses US-Kontos informiert. Obwohl sich darauf 1,1 Millionen Euro befinden sollen, seien bisher keine gesonderten Ermittlungsschritte eingeleitet worden.

    Dem Blatt zufolge könnte das Konto angeblich Karl-Heinz Grasser zugeordnet werden. Wie die Zeitung unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Justiz-Insider schreibt, beinhaltet die Meldung per se keinen akuten Grund zum Einschreiten und es ergebe sich daraus kein gesonderter Verdacht einer strafbaren Handlung. Die Meldung werde jedoch im Zusammenhang mit dem Buwog-Prozess laufend und gesondert zu betrachten sein. Im Prozessverlauf könnte durchaus der Frage nachgegangen werden, von wem die Einzahlungen stammten, wann etwas überwiesen wurde und ob diese Gelder korrekt versteuert worden seien.


    Grassers Rechtsanwalt Manfred Ainedter bestätigte im "Ö1-Mittagsjournal" zwar, dass sein Mandant ein Konto über eine Million Euro in den USA besitzt. Dieses habe aber "keinen Buwog-Bezug", betonte er. Es sei "ein normales Investment", das vor zweieinhalb Jahren getätigt und ordnungsgemäß versteuert worden sei. Warum es hier schon wieder eine mediale Aufregung gibt, sei ihm "schleierhaft". "Ich bin auf der Spur was da wieder los ist", so Ainedter.

    Dass sich Internetforen-Nutzer wundern, woher das Geld kommt, wo doch Grasser kein Vermögen habe, relativierte Ainedter. Grasser habe im Buwog-Prozess auf die Frage der Richterin zu seinen Vermögensverhältnisse keine Angaben gemacht. Dies entspricht auch den Tatsachen, Grasser hatte damals - am ersten Prozesstag - lediglich festgehalten, dass er keinen Arbeitgeber, kein Haus und kein Auto habe.

    Der Prozess im Wiener Straflandesgericht wird nach der Weihnachtspause am 9. Jänner fortgesetzt. Angesichts der bisherigen Intensität des Verfahrens rechnen Experten damit, dass es vielleicht erst in einem Jahr ein Urteil geben könnte.




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    Dokument erstellt am 2017-12-28 22:26:03


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