• vom 18.05.2018, 16:14 Uhr

Cannes

Update: 18.05.2018, 20:46 Uhr

Cannes 2018

"Man kann das Publikum nicht zwingen"




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Von Matthias Greuling

  • Ron Howard übernahm die Regie bei "Solo: A Star Wars Story" erst, als der Film fast fertig war. Wie geht das?

Thandie Newton (l.) als Val, Woody Harrelson in der Rolle als Beckett, und Alden Ehrenreich ist Han Solo. - © Lucasfilm

Thandie Newton (l.) als Val, Woody Harrelson in der Rolle als Beckett, und Alden Ehrenreich ist Han Solo. © Lucasfilm

Ron Howard legt Wert auf Effekte mit Handarbeit.

Ron Howard legt Wert auf Effekte mit Handarbeit.© Katharina Sartena Ron Howard legt Wert auf Effekte mit Handarbeit.© Katharina Sartena

Cannes. Ron Howard holt tief Luft. Interview reiht sich an Interview, jeder will mit ihm über den neuen "Star Wars"-Ableger "Solo: A Star Wars Story" (ab Freitag im Kino) sprechen. In dem Film erfahren die Zuschauer, wie der früher von Harrison Ford verkörperte Weltraumpilot Han Solo zu dem wurde, was er ist. Im neuen Film spielt Jungstar Alden Ehrenreich Fords Part.

"Wiener Zeitung:"Sie kamen erst an Bord dieses Projekts, als es bereits nahezu abgedreht wurde. Sie drehten etliche Szenen neu und die Dreharbeiten verlängerten sich auf insgesamt neun Monate. Wie ging es Ihnen damit?


Ron Howard:Normalerweise mache ich so etwas nicht, denn ich plane meine eigenen Projekte sehr genau im Voraus und bin wirklich in alle Produktionsschritte involviert. In diesem Fall gab es kreative Differenzen zwischen den beiden ursprünglich engagierten Regisseuren Phil Lord und Christopher Miller, die Lucasfilm dazu veranlassten, sie auszutauschen.

Wie geht so ein Tausch vor sich? Ist das nicht recht ungewöhnlich?

Durchaus. Aber in meinem Fall lief das sehr leger ab. Ich war bei einer Veranstaltung gefragt worden, ob ich den Job übernehmen will, und lehnte zunächst ab, denn mittendrin einzusteigen, ist eigentlich nicht mein Ding. Aber dann habe ich mir das Script genauer angesehen und doch zugesagt.

Welche Arbeit wartete dann konkret auf Sie?

Ich musste etliche Szenen nachdrehen und auch sehr viel an den Spezialeffekten arbeiten. Die Geschichte ist eine sehr bodenständige, es geht um diesen jungen Mann, der gerne Pilot werden würde, um zu den Sternen zu fliegen, der aber in seiner Lebensrealität festsitzt, die ihm diesen Wunsch nicht erfüllt. Genau das hat mich interessiert. Ich wollte die Entdeckungen, die der Film bietet, für das Publikum aufbereiten. Diese schon lange existierenden Fragen nach Han Solos Herkunft, wie er Chewbacca traf und woher er seinen Millennium-Falken hat - all das wird in dem Film beantwortet.

In welchem Umfang mussten Sie Szenen nachdrehen und welche waren das?

Ich will mich dazu nicht wirklich äußern, denn ich will nicht, dass das Publikum darüber nachdenkt, wenn es den Film sieht. Filme dieser Art sind dazu da, dass man sich reinsetzt und für zwei Stunden alles rundherum vergisst.

Sind Sie selbst ein "Star Wars"-Fan?

Als Fan würde ich mich nicht bezeichnen. Ich kenne natürlich alle Filme der Reihe, habe jeden mindestens einmal gesehen, aber habe kein profundes Fan-Wissen aufgebaut. Das muss aber nichts bedeuten, denn ich wusste auch rein gar nichts über die Formel 1, bevor ich "Rush" drehte.

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-05-18 16:19:02
Letzte Änderung am 2018-05-18 20:46:25


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