Kommerziell erfolgreich: Takashi Murakami. - © Foto: Sodacan - Creative Commons
Kommerziell erfolgreich: Takashi Murakami. - © Foto: Sodacan - Creative Commons

(irr) Für einen Künstler, der nicht in den Rubriken Rock/Pop werkt, ist es eine Seltenheit: Takashi Murakami, Schöpfer aufsehenerregender Bilder und Objekte, hat auf seiner Homepage einen eigenen Fan-Blog eingerichtet. Aber der Japaner präsentiert sich ja auch in seiner Kunst, die er "superflat" nennt, gnadenlos heutig und popkulturell.

Dem Nobel-Taschenproduzenten Louis Vuitton lieferte er Entwürfe, dem US-Popstar Kanye West das Hüllendesign zu dessen Album "Graduation".

Derzeit polarisiert der 48-jährige Hipster aus Tokio die Franzosen: Dass in den ehrwürdigen Sälen von Versailles bis zum Dezember mangaartige Skulpturen prangen, erbost konservative Gemüter. Während sich die am Kommerz stoßen, schätzen Bewunderer Murakami als Brückenbauer zwischen Sub- und Hochkultur.

Murakami selbst versteht unter "superflat" nicht bloß eine Koketterie mit dem vermeintlich Inferioren: Es sei der Versuch einer Kritik an der Leere im kulturellen Leben Japans nach dem Krieg, ist auf der Homepage des prosperierenden Künstlers zu lesen.