• vom 22.04.2013, 18:37 Uhr

Comics & Mangas

Update: 18.04.2014, 15:39 Uhr

Comic

Der Kult um den Barden als Comic




  • Artikel
  • Fotostrecke
  • Lesenswert (6)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZO / Christa Hager

  • Infocomic widmet sich dem Leben und Nachwirken des englischen Dichters.

Der Kult um Shakespeare hat kein Ende (Ausschnitt aus dem Buchdeckel des aktuellen Comics). - © Infocomic.de/TibiaVerlag

Der Kult um Shakespeare hat kein Ende (Ausschnitt aus dem Buchdeckel des aktuellen Comics). © Infocomic.de/TibiaVerlag

War es der 23. April, der 22. oder doch der 21.? Wir wissen: es war im April, im Jahr 1564, dass William Shakespeare als Sohn von Mary und John, dem Handschuhmacher, in Stratford-upon-Avon geboren wurde.

Zwar ist William Shakespeare der weltweit berühmteste Autor von Bühnenstücken, aber über sein Leben ist nur wenig bekannt. Nicht viel mehr als dass er am 26. April getauft wurde,  als junger Mann Frau und Kinder in Stratford zurückließ, um sich als Schauspieler, Autor und Teilhaber einer Theatertruppe in London niederzulassen. Und dass er schließlich zu Ruhm und Wohlstand gelangte und zuletzt wieder in Stratford lebte, wo er 1616 im Alter von 52 Jahren starb.


"Gebrauchstexte"

Der Shakespeare Sachcomic (Tibia Press Verlag) widmet sich dem Leben und Nachwirken des englischen Barden und sucht nach Gründen für seine Ausstrahlung bis heute. Wir  erfahren über die vielen autobiografische Details, sie er in seine Stücken einbaute ebenso wie seinen Kampf um den Lebensunterhalt - denn mit Schreiben fürs Theater wurde man damals nicht berühmt. Bühnenstücke waren damals wie "Gebrauchstexte", es wurde daran herumgewerkt, sie waren work-in-progress.

Virtuosität

Szene aus dem Infocomic.

Szene aus dem Infocomic.© Infocomic.de/TibiaVerlag Szene aus dem Infocomic.© Infocomic.de/TibiaVerlag

Das 176seitige Buch präsentiert einen Shakespeare ohne Fiktionen und geht unter anderem den nach wie vor populären Mythen auf den Grund, dass der Stratforder gar nicht der Verfasser der mit seinem Namen verknüpften Werke wäre. Eine kurze Editionsgeschichte von Shakespeare-Texten sowie eine Chronologie der Stücke und Gedichte und eine Literaturliste mit ausgewählten Lesetipps am Ende sind ein erfreuliches Service an Shakespeare-Anfänger wie Fortgeschrittene gleichermaßen.

Erkenntnis-Reise

Der Infocomic ist ein schlaues Büchlein, das durch die Virtuosität des Zeichners, der seine Charaktere auf ganz eigentümliche und beeindruckende Art abzubilden vermag, zu einem besonderem Leseerlebnis wird –  und zu einer Erkenntnis-Reise durch mehr als 400 Jahre Literaturgeschichte.

Ein wenig schade allerdings, dass man sich so auf die Rezeptionsgeschichte versteift, und dafür auf das Bild des damaligen England und seiner Rolle in der Welt verzichtet.

Dennoch: Für ein so komplexes Thema liefert das Büchlein eine hervorragende Darstellung. Es ist eingängig geschrieben, weckt Neugierde und macht Lust auf mehr. Und ist eine Empfehlung für alle, die einen Überblick über den Barden und den Einfluss seiner Werke nicht missen wollen.

Infocomics: Shakespeare, ein Sachcomic. Nick Groom & Piero. Tibia Press (2011), 176 Seiten  | 10,00 € (D) | 10,30 € (A) | 14,90 sFr  | ISBN 978-3-935254-25-0

Link: Shakespeare, ein Sachcomic


Video auf YouTube





Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2013-04-22 18:38:26
Letzte Änderung am 2014-04-18 15:39:23



"Der Heldenkanzler" von Benjamin Swiczinsky.
>>> Hier geht es zum Trailer von "Heldenkanzler"


Japan

Manga, Manga!

Akita Shoten-Verlag Die japanischen Comics sind mittlerweile auch in vielen europäischen Comicläden zu finden und machen den klassischen Titeln wie Asterix, Mickey und Co... weiter




Cosplay

Manga von A bis Z

Manga Zeichnung - © Deamond - Creative Commons Anime Während in Japan damit allgemein Zeichentrickfilme bezeichnet werden, versteht man in westlichen Ländern darunter Trickfilme aus Japan... weiter




Manga

Anime

Das wandelnde Schloss - © Studio Ghibli Der japanische Zeichentrickfilm, der Anime, war es, der die Mangas in den Westen brachte. Damals war nur kaum jemandem bewusst woher Wickie, Heidi... weiter




Manga

Die Fans

Cosplay - © Chris 73 - Creative Commons So wie hierzulande die Popstars verehrt werden, so haben die Mangaka in Japan einen besonders hohen Status. Bei Signierstunden in den großen... weiter




Comics

Denken in Sprechblasen

Der Versuch, Comics zum Gegenstand eines seriösen Diskurses zu machen, mag auf den ersten Blick selbst ein wenig komisch wirken... weiter





Sean Godwells Entwurf einer Kapelle erinnert beim ersten Auftritt des Vatikans auf der Architekturbiennale in Venedig auf den ersten Blick an einen aufklappbaren Würstelstand.

Shepard Fairey vor seinem Mural am Wiener Flughafen. Eleni Foureira aus Zypern während ihres Probe-Auftritts in Lissabon. 

Fritz G. Mayer, Fritz Wotruba, Kirche zur Hl. Dreifaltigkeit, Außenansicht, Wien 23, 1974–1976. Das Siegerfoto mit dem Titel "Venezuela Krise", es zeigt einen 28-jährigen Mann mit brennendem Oberkörper während heftiger Proteste gegen Präsident Nicolas Maduro in Caracas im Mai 2017. 


Werbung