Die gute Nachricht vorweg: Der weltweite Ausstoß des klimaschädlichen Kohlenstoffdioxids (CO2) ist zuletzt langsamer gestiegen. Laut Zahlen des "Global Carbon Project" nahmen die globalen Emissionen 2019 um 0,6 Prozent zu – nach 2,1 Prozent 2018. Doch um die Klimaziele von Paris zu erreichen, braucht es drastischere Maßnahmen. Die Emissionen müssen sinken – und zwar schnell. Der Erdsystemanalyst Georg Feulner sagte jüngst im Interview mit der "Wiener Zeitung", dass jedes Zehntelgrad zählt.

Klimaforscher warnen schon lange vor den Risiken und Schäden, wenn die Erderwärmung zunimmt. Die Menschheit muss weg von fossilen Energieträgern, der Verkehr muss umweltfreundlicher werden, um nur zwei Forderungen zu nennen. Große Hoffnung legt man in der Europäischen Union nun auf die neue Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Sie will mit einem "Green Deal" die EU bis 2050 klimaneutral machen. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg.


Die EU ist für rund 10 Prozent der globalen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Größter Emittent ist aber China. Die Volksrepublik blies 2017 rund 10 Milliarden Tonnen CO2 in die Atmosphäre. Das entspricht dem 120-fachen von Österreichs Treibhausgas-Emissionen.

In unserer Grafik sind die CO2-Anteile in Kreisen dargestellt. Je größer der Kreis, desto größer ist der Anteil der CO2-Emissionen. Österreich ist nicht extra ausgewiesen, da nur die EU als Ganzes dargestellt wird. 2017 hat Österreich 82,3 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid verursacht. Das entspricht rund 0,3 Prozent aller globalen Treibhausgase.