Impfen oder nicht impfen war eines der großen Themen, die in den beiden vergangenen Jahrzehnten die Themen Medizin und Gesundheit geprägt haben. Vor allem die hoch ansteckende Infektionskrankheit Masern sorgte dafür, dass in vielen Ländern Europas heftige Debatten über verpflichtende Immunisierung von Kindern geführt wurden.

Riesenzelle bei einer Masern-Pneumonie (Feingeweblicher Schnitt) - © CDC/ Dr. Edwin P. Ewing, Jr.Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=210384
Riesenzelle bei einer Masern-Pneumonie (Feingeweblicher Schnitt) - © CDC/ Dr. Edwin P. Ewing, Jr.Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=210384

Denn die Zahl der Masern-Fälle nimmt weltweit wieder zu. Allerdings wird nur ein Bruchteil der Erkrankungen tatsächlich auch gemeldet.



Besonders betroffen von Masernausbrüchen ist Afrika, vor allem die Länder vor der Südostküste, und darunter besonders Madagaskar.

Masern regional 2018 - 2019


Während in armen Weltgegenden viele Menschen keinen Zugang zur Masern-Impfung haben, geht in den industrialisierten Ländern die Ausbreitung vorwiegend auf Impfskepsis zurück.

Europa liegt im weltweiten Vergleich der Regionen nicht unbedingt weit hinten, was Masernerkrankungen betrifft. In Österreich jedoch zeigt die Kurve der gemeldeten Fälle ein stetiges Auf und Ab.


Wie schnell es gehen kann, dass selbst in Europa eine beinahe schon ausgerottete Krankheit als Epidemie zurückkehrt, zeigt diese Grafik.

Masern in Europa


Masern seit den 1980ern