Die Kosten des Pensionssystems trägt die arbeitende Bevölkerung. Sie finanziert mit ihren Pflichtbeiträgen die Pensionisten. Von jedem Euro, der vom Bruttogehalt als Sozialversicherungsbeitrag abgezogen wird, fließen 57 Cent in die Pensionsversicherung. Das Pensionssystem basiert auf einem fiktiven Generationenvertrag. Jene, die erwerbstätig sind, kommen für den älteren, nicht mehr erwerbstätigen Teil der Bevölkerung auf. Die Jungen sichern den Alten ihren Lebenswohlstand - und sich selbst Ansprüche auf die eigene Pension.

Doch der Druck auf das Pensionssystem nimmt zu. Die Demografie bringt das System in Schieflage. Das Verhältnis zwischen Beitragszahler und Pensionsempfänger hat sich dramatisch verschlechtert. Während 1950 auf eine Person im Pensionsalter noch sechs Personen im erwerbsfähigen Alter kamen, so sind es heute nur noch drei Personen.