Der Gestaltungsspielraum, den der Gesetzgeber den einzelnen Krankenversicherungsträgern zur Konsolidierung gestattet, ist sehr gering und durch die WGKK bereits weitestgehend ausgeschöpft.

Im Rahmen der Gesundheitsreform werden jedoch Maßnahmen nicht nur zur Verbesserung der Versorgung, sondern auch zur Erhöhung der Effizienz gesetzt. Durch die Stärkung der hausärztlichen Versorgung durch Primärversorgungszentren in Wien können beispielsweise zukünftig Patientinnen und Patienten bei allgemeinen gesundheitlichen Beschwerden nicht nur besser, sondern auch kosteneffizienter als bei teuren und überlaufenen Fachärztinnen bzw. Fachärzten sowie Spitalsambulanzen behandelt werden.

Darüber hinaus können zur Sicherstellung der mittel- und langfristigen Finanzierbarkeit die Risiken der Versichertenstruktur in Wien sowohl einnahmen- als auch ausgabenseitig durch einen wirksamen solidarischen Risikoausgleich bzw. eine ausgeglichenere Versichertenstruktur verbessert werden.

In der Vergangenheit sind beispielsweise rund 100.000 Vertragsbedienstete, die zuvor bei der WGKK versichert waren, per Gesetz zur Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter gewandert. Die BVA wurde so saniert und hatte ein Beitragsplus von 79,7 Prozent.