Wien/Klagenfurt. Zumindest ein kleines Licht am Ende des Tunnels gibt es für die Kärntner Hypo in Zusammenhang mit ihrem früheren Fußballsponsoring für den mittlerweile pleitegegangenen SK Austria Kärnten: Es sei eine Einigung mit dem - ebenfalls insolventen Ex-Klub - FC Kärnten über offene Forderungen erfolgt, so SK-Austria-Masseverwalter Roland Grilc am Montag im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Der Vergleich sehe vor, dass eine Forderung des FC Kärnten von 840.000 Euro gegenüber dem SK Austria anerkannt würde.

Zuvor hatte es einen langen Rechtsstreit gegeben, in dem zuletzt nur noch ein Teilbetrag zur Klärung offen war. Diesbezüglich habe man sich in der Mitte getroffen. Nun müssen die Masseverwalter noch die Genehmigung ihrer Gläubigerausschüsse einholen.

Größter Gläubiger des SK Austria - mit einer Forderung von rund 2 Millionen Euro - ist die Hypo. Hier geht es um Geld aus einem 5-Millionen-Euro-Sponsoring, das zehn Jahre dauern hätte sollen, wegen der Klubpleite aber nach drei Jahren beendet war.

Paradoxerweise erhöht sich für die Hypo durch den Vergleich die Chance, doch noch einen signifikanten Betrag zurückzuerhalten. Grilc pocht nämlich auf eine bestehende Haftung des Landes Kärnten und der Stadt Klagenfurt, der zufolge Land und Stadt nun 840.000 Euro in die Masse einzahlen müssten - was die Konkursquote für alle Gläubiger massiv verbessern würde.

Quote von 12 Prozent?


Sollten Land und Stadt den vollen Betrag leisten, würde die Quote bei rund 12 Prozent liegen, so Grilc. Die Hypo würde demnach rund 240.000 Euro erhalten. Grilc will - sobald der Vergleich genehmigt wurde - Kärnten und Klagenfurt auffordern zu zahlen.

Offen ist, ob sich diese beugen: Im Vorfeld war wiederholt die Rede von deutlich niedrigeren Summen. Seitens des Landes will man die Angelegenheit erst kommentieren, wenn der Vergleich schriftlich vorliegt.