Wien/Klagenfurt. Eine Pleite der staatlichen Krisenbank Hypo Alpe Adria wird auch vom Finanzministerium nicht mehr ganz vom Tisch gewischt. Eine Insolvenz wäre "die schlechteste aller Optionen", sagte ein Sprecher des Ministeriums am Dienstagnachmittag zur APA, aber nicht auszuschließen, wenn alle Stricke reißen.

Eine Insolvenz sei "die letztgereihte" unter den möglichen Optionen, sagte der Sprecher, der damit die Meldung der Wiener Zeitung bestätigte.

Fahrplan mit Task Force-Modellen
Es werde weiterhin der Fahrplan mit den von der Hypo Task Force empfohlenen Modellen verfolgt. Als erste hatte Hypo-Task-Force-Chef Klaus Liebscher eine Bad Bank mit Bankenbeteiligung empfohlen. Die setzt aber einen "Generalvergleich" mit der prozessierenden Hypo-Ex-Mutter BayernLB voraus - vor allem aber auch die Anerkennung als staatsschuldenschonend durch die europäische Statistikbehörde. Vor Einigungsverhandlungen mit den Bayern sollen erste Ergebnisse der Gespräche mit den heimischen Großbanken vorliegen, heißt es.

Am anderen Ende der Task-Force-Empfehlungen stehen staatliche Anstaltsmodelle für die Hypo-Abwicklung, die den Staat allerdings teuer kämen. Experten rechnen angeblich gerade wieder an den Modellen.

Eine Pleite hat die Task Force öffentlich verworfen. Daran soll Liebscher seinen Weiterverbleib an der Spitze der Task Force geknüpft haben, wie am Finanzplatz Wien gemunkelt wird.

Auch nächste Woche soll es wieder Gespräche mit den Banken geben. Für ein großes Hypo-Spitzengespräch mit der Regierungsspitze dürfte es dem Vernehmen nach Ende Februar werden. Ob es davor Mitte Februar eine Runde gibt, ist noch nicht klar.