• vom 08.08.2014, 09:14 Uhr

Filmfestival Locarno

Update: 30.07.2015, 13:19 Uhr

Nachlese 2014

Melanie Griffith - Mit Videos




  • Artikel
  • Lesenswert (8)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Matthias Greuling, Locarno

  • In Locarno meldet sich Griffith mit einem neuen Kurzfilm zurück, an Angeboten zu Langfilmen mangelt es derweil noch.

- © Katharina Sartena


© Katharina Sartena

Melanie Griffith genießt das Rampenlicht. Zu lange schon ist es ihr künstlerisch verwehrt geblieben, hatten Schlagzeilen bestenfalls über ihre Schönheits-OPs oder über die Trennung von ihrem Mann Antonio Banderas berichtet. Das soll jetzt vorbei sein: "Ich bin mittlerweile schon so alt, dass ich über der unbarmherzigen Hollywood-Regel drüberstehe. Jene Regel, die besagt, dass man ab 40 zum alten Eisen gehört", gibt sich die Schauspielerin kämpferisch. Am 9. August feiert sie ihren 57. Geburtstag.

In Locarno zelebriert Griffith ihre erste, zaghafte Rückkehr ins Rampenlicht: Die Jung-Regisseurin Rachel McDonald konnte Griffith für ihren 24-minütigen Kurzfilm "Thirst" ("Durst") gewinnen, in dem Griffith eine Alkoholikerin spielt. "Ich spiele das, weil ich selbst Alkoholikerin bin und genau weiß, wie sich das anfühlt", sagte sie in Locarno. "Und außerdem möchte ich dieser jungen Regisseurin durch meine Mitwirkung weitere Projekte ermöglichen. Sie ist sehr talentiert, ihren Namen sollten Sie sich merken".


Und weil sich Melanie Griffith wieder bereit für Filmangebote fühlt, betonte sie auch, dass sie "zu haben" wäre: "Denn momentan halten sich die Angebote noch in Grenzen", erzählte sie. Der Altersbonus, den sie nunmehr ihr Eigen wähnt, habe nämlich den Vorteil, "dass ich jetzt wirklich alles spielen kann, zumal bald alle meine Kinder aus dem Haus sind". Sie drückt es so aus: "I’m gonna do whatever the fuck I wanna do!"

Die nächste Generation im Hause Griffith steht übrigens schon in den Karriere-Startlöchern: Die 24-jährige Dakota Johnson, Griffiths gemeinsame Tochter mit Ex-Partner Don Johnson, wird demnächst in der Verfilmung des Skandal-Buchs "50 Shades of Grey" in der Hauptrolle zu sehen sein. "Sie ist einfach großartig", jubelt Griffith. "Und sie wird all die Fehler ihrer Mutter und auch ihrer Großmutter (Schauspielerin Tipi Hedren, Anm.) nicht mehr machen". So sieht eine stolze Mama aus. Jedoch: So richtig teilhaben am Erfolg von Dakota will Melanie nicht: "Wir haben das schon im Vorfeld vereinbart: Ich wünsche ihr alles Gute für diese Rolle, aber anschauen werde ich mir diesen Film sicher nicht".


Video auf YouTube





Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2014-08-08 09:15:14
Letzte Änderung am 2015-07-30 13:19:01



Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Schnapsen, Jolly und Patiencen mit Elvis und Madonna
  2. Am Ende wartet die Hölle
  3. Frauen, die Baby heißen
  4. Die Frischzellenkur aus der Arena
  5. Nikolaus Bachler soll neuer Intendant werden
Meistkommentiert
  1. Der universell Umtriebige


Tilda Swinton in einem Haute Couture Kleid des Designers Schiaparelli - das sich sogar in den Schuhen und Handschuhen optisch fortsetzt.

Gruppenbild der Jury: Präsident Guillermo del Toro (4.v.l.) gewann im Vorjahr den Goldenen Löwen für "The Shape of Water". Ganz links Venedig-Chef Alberto Barbera im Gespräch mit Christoph Waltz, ganz rechts:Biennale-Präsident Paolo Barratta. Werbung für Die Single "Baby I Love You" im Magazin Billboard 1959.

Sean Godwells Entwurf einer Kapelle erinnert beim ersten Auftritt des Vatikans auf der Architekturbiennale in Venedig auf den ersten Blick an einen aufklappbaren Würstelstand. Shepard Fairey vor seinem Mural am Wiener Flughafen.


Werbung