Emmanuelle Charpentier

Emmanuelle Charpentier - © APAweb / AFP, Kimberly White
Emmanuelle Charpentier - © APAweb / AFP, Kimberly White

Schon lange können Biologen das Genom von Lebewesen verändern. Doch erst die Genschere CRISPR/Cas 9 ermöglichte es, Erbgutsequenzen schnell, billig und zielgenau zu verändern. Entdeckt wurde der Mechanismus von der französischen Molekularbiologin Emmanuelle Charpentier.

Erstmals hatte sie im Jahr 2011 im Fachblatt "Nature" darüber berichtet. Seither hat die molekulare Schere die Labore weltweit im Sturm erobert. Das große Ziel ist, Krebs und Erbkrankheiten zu heilen. Wie vielfache Auszeichnungen zeigen, ist Charpentiers Entdeckung eine der bemerkenswertesten Erfolgsgeschichten der Wissenschaft – allerdings in der Community selbst und auch unter Ethikern — nicht unumstritten. Die Forscherin selbst warnt etwa vor dem Einsatz in der Keimbahn von Organismen, wie dem des Menschen. Jüngste Experimente an Babys in China geben allerdings Anlass zur Sorge. Die erfolgreiche Genetikerin ist Direktorin am Berliner Max-Plack-Institut für Infektionsbiologie. Ihre Forscherkarriere hat sie auch schon nach Wien an die Max F. Perutz Laboratories der Universität Wien geführt. (gral)

Beyoncé

Beyoncé Knowles-Carter - © APAweb / AFP, Kevork Djansezian
Beyoncé Knowles-Carter - © APAweb / AFP, Kevork Djansezian

Eine Zeit lang hatte Lady Gaga als postmoderner Popstar 2.0 die Nase vorne, was die Poleposition im Business betrifft. Heute ist etwa Ariana Grande entschieden jünger und verfügt über (noch) mehr #Followerpower auf Instagram. Längerfristig betrachtet gibt in unserem kurzlebigen (Pop-)Zeitalter aber Beyoncé Giselle Knowles-Carter alias Beyoncé den Ton an: Mehr als 100 Millionen verkaufte Soloalben, 23 Grammy-Awards und ein oligarchinnenhaftes Vermögen im Haushalt mit Ehemann Jay-Z sind das eine. Trotz der blöden Sache mit dem Auftritt für Muammar al-Gaddafi und einer im Werk nicht immer ganz schlüssigen Definition als "Modern-day feminist" ist es vor allem aber ihr Engagement für die Präsidentschaft Barack Obamas, die gleichgeschlechtliche Ehe und Frauenrechte sowie gegen rassistisch motivierte Gewalt, das sie zum Vorbild macht. Außerdem arbeitet Beyoncé mit aufwendig inszenierten visuellen, im Internet gedroppten Alben am Puls der Zeit. Durchschlagskraft auf doppeltem Boden: Junge Frauen frohlocken, wenn dieser Popstar zum Baseball-Schläger greift. (a. r.)