Michelle Obama

Michelle Obama - © APAweb / AFP, Dia Dipasupil
Michelle Obama - © APAweb / AFP, Dia Dipasupil

Eigentlich wollte Michelle Obama nicht, dass ihr Mann in die Politik geht. Wie die ehemalige First Lady in ihrer Autobiografie "Becoming" schreibt, haderte sie lange damit, dass Barack Obama wenig Zeit für sie und die gemeinsamen Töchter hatte. Alles blieb an Michelle hängen, die ihre eigene Karriere voranzutreiben hatte. 1964 in der armen South Side von Chicago geboren, strebte Michelle von Anfang an nach oben. Ihre Eltern unterstützten sie und ihren Bruder Craig, wo sie konnten: "Ich wurde zu Selbstbewusstsein erzogen, daran zu glauben, dass man absolut alles bekommen kann, wenn man es will", schreibt sie in "Becoming". "Und ich wollte alles." Nach ihrem Studium in Princeton und Harvard arbeitete sie in einer Anwaltskanzlei – wo sie einen jungen, etwas schrulligen Praktikanten kennenlernte: Barack Obama. Dass sie 2009 im Weißen Haus landen würde, hat Michelle lange ausgeschlossen. Während des Wahlkampfs war sie zahlreichen rassistischen und sexistischen Angriffen ausgesetzt. "Ich bin kein politischer Mensch", schreibt die 55-Jährige. Ihre Geschichte ist dennoch hochpolitisch. (sig)

Priyanka Gandhi

Priyanka Gandhi - © APAweb / AFP, Raveendran
Priyanka Gandhi - © APAweb / AFP, Raveendran

Sie trägt den Namen der berühmtesten Politiker-Dynastie Indiens. Doch anders als viele ihrer Familienmitglieder hat Priyanka Gandhi die große politische Bühne lange gescheut. Die 47-Jährige begnügte sich damit, die Werbetrommel für ihren Bruder Rahul und ihre Mutter Sonia zu rühren. Das tat Gandhi jedoch dermaßen erfolgreich, dass sie zur größten Hoffnung der krisengebeutelten Kongresspartei geworden ist. Die Herzen der Inder scheinen ihr nur so zuzufliegen, viele vergleichen sie bereits mit ihrer Großmutter Indira, die als Premierministerin überaus populär war. Gandhis große Beliebtheit dürfte auch der Grund gewesen sein, dass sich die Psychologin nun doch entschlossen hat, in die Politik einzusteigen. Und ihr fällt dabei gleich eine bedeutsame Aufgabe zu. Denn dem Bundesstaat Uttar Pradesh, für dessen Osten sie seit Jänner als Kongresspartei-Generalsekretärin zuständig ist, kommt bei den Wahlen im Mai eine Schlüsselrolle zu. So wird sich Premier Narendra Modi ohne ein gutes Ergebnis in der bevölkerungsreichsten Provinz nicht von der Macht vertreiben verlassen. (rs)