Brüssel. Die Schäden in belgischen Atomreaktoren sind größer als bisher bekannt. Wie die Brüsseler Zeitung "Le Soir" berichtete, weisen die Druckbehälter in den mittlerweile abgeschalteten Reaktoren Doel 3 und Tihange 2 Risse im Umfang von 17,9 bzw. 15,4 Zentimeter auf. Diese Zahlen habe der Betreiber "Electrabel" dem begischen Parlament genannt.

Die Risse an den beiden Reaktoren wurden 2012 festgestellt und führten umgehend zur Abschaltung. Die Atomsicherheitsbehörde AFCN erlaubte im Mai 2013 den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke. Im März 2014 mussten Doel 3 und Tihange 2 jedoch auf Anordnung der Behörden wieder heruntergefahren werden.


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Der für die Kernkraftwerke zuständige Electrabel-Direktor Wim de Clerq versicherte nach Angaben der Zeitung, dass die Schäden sich seit Aufnahme des Betriebs nicht geändert hätten. Die Atomsicherheitsbehörde AFCN erklärte, die neuen Informationen würden keine Schlussfolgerungen zulassen.