• vom 07.06.2018, 16:02 Uhr

AKW weltweit

Update: 07.06.2018, 16:17 Uhr

Belene

Bulgarien will AKW doch bauen




  • Artikel
  • Lesenswert (9)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online (ja)

  • Das Parlament revidiert den Beschluss von 2012.

Die Idylle täuscht. Auf der Flussinsel in der Donau befand sich ein kommunistisches Arbeitslager. Jetzt soll die Kleinstadt Belene ein Atomkraftwerk erhalten. - © Iliana Teneva - CC 4.0

Die Idylle täuscht. Auf der Flussinsel in der Donau befand sich ein kommunistisches Arbeitslager. Jetzt soll die Kleinstadt Belene ein Atomkraftwerk erhalten. © Iliana Teneva - CC 4.0

Bulgarien will den gestoppten Bau eines Atomkraftwerks bei Belene an der Donau nun doch weiterführen. Das Parlament beauftragte am Donnerstag mit großer Mehrheit die Regierung von Boiko Borissow, bis Ende Oktober  entsprechende Schritte zu setzen.

2012 hat Bulgarien die Errichtung eines in Russland bestellten Kernkraftwerks in der Stadt an der Grenze zu Rumänien gestoppt. Ein internationales Schiedsgericht hat deshalb dem russischen Kraftwerksbauer Atomstroiexport Schadenersatz in der Höhe von 550 Millionen Euro zugesprochen. Versuche, Teile der Anlagen zu verkaufen, scheiterten.

Am Donnerstag stimmten 172 Abgeordnete des konservativ-nationalistischen Regierungslagers und der oppositionellen BSP (Ex-KP) für den Bau. Die BSP hat sich stets vehement für den Ausbau der Atomkraft in Bulgarien eingesetzt. Die 14 Nein-Stimmen kamen aus der oppositionellen Partei der türkischen Minderheit DPS. Schließlich gab es zwei Enthaltungen.





Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-06-07 15:58:48
Letzte Änderung am 2018-06-07 16:17:35


Fukushima






Werbung





Werbung