Tokio. Mehr als zwei Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima haben Fischer unweit der Anlage einen verseuchten Barsch gefangen. Wie die Behörden am Freitag mitteilten, wies das nahe der Stadt Hitachi in der Präfektur Ibaraki gefangene Tier einen Cäsium-Anteil von mehr als 1.000 Becquerel pro Kilogramm auf und überschritt die für Lebensmittel zulässige Höchstgrenze damit um das Zehnfache. Der Fundort liegt nur wenige dutzend Kilometer von Fukushima entfernt. Das Tier wurde bereits am 4. Juli gefangen.

Eine derart hohe Belastung mit dem radioaktiven Element war bei einem Fisch dieser Art bisher noch nicht gemessen worden. Barsche aus der betroffenen Region dürfen aber ohnehin nicht auf dem Markt gehandelt werden.