Fukushima. Die japanischen Behörden wollen Anfang April einen Teil der Sperrzone um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima aufheben. Die Evakuierungsanweisung werde am 1. April offiziell aufgehoben, sagte ein Vertreter der Regierung am Montag. Damit werde etwa 300 Menschen in der Stadt Tamura rund 20 Kilometer westlich des Atomkraftwerks erlaubt, in ihre Häuser zurückzukehren.

Im Verlauf der folgenden zwei Jahre sollen demnach dann bis zu 30.000 Menschen in die Sperrzone zurückkehren können. Die früheren Bewohner der Sperrzone sind geteilter Meinung über eine Rückkehr. Viele befürchten eine Gefährdung ihrer Gesundheit durch die verbleibende Radioaktivität. Amtlichen japanischen Vorgaben zufolge gilt eine Region als bewohnbar, wenn die Strahlenbelastung dort bei maximal 20 Millisievert pro Jahr liegt. Die Regierung will langfristig die Strahlenbelastung rund um Fukushima auf ein Millisievert pro Jahr reduzieren. Laut dem Regierungsvertreter steht es den früheren Bewohnern frei, ob sie sich zur Rückkehr entschließen.