Der 49-jährige Fischerssohn, der von seinem Vater viel über Wind und Wellen lernte, vermisst bei den Küstenbewohnern das Bewusstsein, zu fliehen. Stattdessen würden diese auf einen Evakuierungsbefehl warten. "Das größte Problem ist, dass man inzwischen den Katastrophenschutz den Behörden überlassen hat", sagt der Behördenvertreter. "Wer noch am ehesten flieht - das sind die Omas und Opas."

Obwohl die Mauer seine Heimat vor dem Tsunami bewahrte, sei Fudai kein Vorbild für andere Gemeinden, nicht zuletzt wegen der hohen Kosten für den Bau. "Wir hatten geographisch einfach Glück", sagt Morita über sein Dorf, das sich hinter einer schmalen Mündung zur See erstreckt.

Der Beamte stimmt mit Hiroko Otsuka überein, die für den Umzug auf höher gelegenen Gebiete plädiert, wie es die Vorfahren empfahlen. Noch heute finden sich viele steinerne alte Warntafeln entlang der Küste, nicht weiter hinunter ans Wasser zu ziehen. Nur hatte man diese mit der Zeit vergessen. "Menschen überleben nur, wenn sie auf höhere Ebenen ziehen. Ebenen sind nicht für Menschen vorgesehen", sagt Otsuka entschieden, "das ist Tsunami-Gebiet."