• vom 14.09.2015, 11:26 Uhr

Fukushima & Atomenergie

Update: 22.12.2015, 14:17 Uhr

Zwischenfall

AKW-Betreiber leitete dekontaminiertes Wasser ins Meer




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Von WZOnline/APA/AFP

  • Verseuchte Wassermengen auf 680.000 Tonnen angewachsen.

Tokio. Die Betreibergesellschaft des Atomkraftwerks im japanischen Fukushima hat Mitte September damit begonnen, große Mengen dekontaminiertes Wasser ins Meer zu leiten. Wie das Unternehmen Tepco mitteilte, sollten am ersten Tag 850 Tonnen aufgefangenes Grundwasser abgelassen werden.

Es handelt sich den Angaben zufolge um Wasser, das im Umfeld der havarierten Atomanlage aufgefangen und dann von hochradioaktiven Substanzen wie Strontium und Cäsium gereinigt wurde. Allerdings enthalte das ins Meer geleitete Wasser noch das strahlende Wasserstoff-Isotop Tritium.

Tepco kämpft viereinhalb Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima mit einer gigantischen Masse von radioaktiv verseuchtem Wasser, das in tausenden von Tanks aus dem Gelände des Atomkraftwerks gelagert wird. Es handelt sich inzwischen um 680.000 Tonnen. Dazu gehört auch Grundwasser, das im Umfeld der Anlage abgepumpt wird.

Ein Teil dieses Wassers wird vorsichtshalber abgepumpt, um eine Kontaminierung vorab zu verhindern. Dieses Wasser wurde schon seit dem vergangenen Jahr ins Meer geleitet. Neu hinzu kommt nun Grundwasser, das bereits so nah an die Anlage geriet, dass es teilweise verseucht wurde und deshalb behandelt werden musste.

Zu den 680.000 Tonnen verseuchten Wassers gehören auch jene Wassermassen, die bei dem Unglück vom 11. März 2011 zur Kühlung der von einer Kernschmelze betroffenen Reaktoren eingesetzt wurde. Über das Ablassen von leicht verseuchtem Wasser aus der Atomanlage ins Meer gibt es Verhandlungen mit den Fischern, die noch nicht abgeschlossen sind. Tepco will für Entschädigungszahlungen sorgen, solange die Fischerei durch die Verseuchung beeinträchtigt ist.





Schlagwörter

Zwischenfall, Fukushima, Japan

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2015-09-14 11:27:31
Letzte Änderung am 2015-12-22 14:17:24


Fukushima






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