Warschau. Seit Montag kontrollieren polnische Grenzschützer wieder Ausweise und Reisepässe: Wegen der besonderen Sicherheitsmaßnahmen bei der Fußball-Europameisterschaft hat Innenminister Jacek Cichocki die Schengen-Regeln aufgehoben. Daher müssen Reisende sich nun wieder auf Stichproben-Checks an den polnischen Grenzen zu Deutschland, Litauen, Tschechien und zur Slowakei einstellen.

Insgesamt gibt es nach Angaben des Innenministeriums mehr als 250 Kontrollpunkte, darunter auch mobile. Die von Polen und der Ukraine ausgetragene EM beginnt am Freitag.

Kontrollen nach Zufallsprinzip
Längere Wartezeiten an den Grenzen sollen aber vermieden werden. "Die Kontrollen werden nach dem Zufallsprinzip durchgeführt und zu keinen Belastungen der Reisenden führen", versicherte eine Ministeriumssprecherin. Die Kontrollen dauern bis zum 1. Juli - dem Tag des EM-Finales.

Wer zu EM-Spielen in der Ukraine unterwegs ist, braucht ohnehin einen Pass. Da die Ukraine nicht zur EU gehört, sind an der polnisch-ukrainischen Grenze Kontrollen noch immer Alltag. Für die EM vereinbarten der polnische und ukrainische Zoll aber bereits eine zügige gemeinsame Abfertigung der Fußballtouristen.