• vom 25.01.2018, 17:52 Uhr

Future Challenge

Update: 13.03.2018, 11:31 Uhr

Future Challenge

Bevor die Roboter kommen








Von Cathren Landsgesell

  • Eine Podiumsdiskussion der "Wiener Zeitung" im Rahmen der "Future Challenge" beschäftigte sich mit "Arbeit 2030".

"Arbeit 2030": Werner Gruber (Planetarium), Goran Maric (ThreeCoins), Eva Stanzl (Moderation, "Wiener Zeitung"), Stefan Patak (Whatchado) und Martina Leibovici-Mühlberger (Fit for Kids). - © Simon Rainsborough

"Arbeit 2030": Werner Gruber (Planetarium), Goran Maric (ThreeCoins), Eva Stanzl (Moderation, "Wiener Zeitung"), Stefan Patak (Whatchado) und Martina Leibovici-Mühlberger (Fit for Kids). © Simon Rainsborough

Wien. Für Anastasia, Nevena und Artnora, allesamt 16 und Schülerinnen der HAK im elften Wiener Gemeindebezirk, wurde Stefan Patak von Whatchado schnell zum Star des Abends. Mit seinem Bekenntnis, für "zwei oder drei Wochen" seinen Instagram-Account abgestellt zu haben, hatte er einen Nerv bei den Schülerinnen getroffen. "Befreiend" sei das gewesen, erklärte Patak. Die Schülerinnen können das nachvollziehen: "Es ist wirklich so. Die Sozialen Medien setzen einen unter Druck. Man muss perfekt sein, schöne Bilder machen und immer online sein", sagt Nevena im Anschluss an die Veranstaltung. Anastasia erklärt, dass für Facebook, Snapchat und Instagram "wirklich sehr viel Zeit draufgeht". Wenn sie lernen muss, dreht sie das Smartphone ab. "Aber sonst ist man ständig online."

Video: Veranstaltung "Arbeit 2030"

Eigentlich ging es an dem Abend im Ringturm um Arbeit. Genauer: um die Zukunft der Arbeit. "Arbeit 2030 - Welche Berufe haben Zukunft?" lautete der Titel der komplett ausgebuchten Diskussionsveranstaltung am vergangenen Mittwochabend, dem 24. Jänner. Die "Wiener Zeitung" und Wien Energie hatten im Rahmen des Videowettbewerbs "Future Challenge - Leben 2030" eingeladen.

Der Physiker Werner Gruber, die Psychotherapeutin Martina Leibovici-Mühlberger, der Sozialunternehmer Goran Maric von ThreeCoins und Stefan Patak von Whatchado kamen im Gespräch schnell darauf, dass die drängende Frage nicht unbedingt die ist, ob uns "die Roboter" die Arbeit oder das Denken abnehmen, sondern auf welche Weise die digitalen Technologien die Welt verändern. Sind die heutigen Schülerinnen und Schüler überhaupt ausreichend vorbereitet auf die (Arbeits-)Welt, die sie erwartet? Und welche Welt wird das sein?

"Fast ein bisschen ärgerlich"

Video: Keynote Gruber

Für Goran Maric, CEO von ThreeCoins, einem Sozialunternehmen, das Jugendliche bei einem verantwortungsbewussten Umgang mit Geld unterstützt, ist die Frage des Vorbereitetseins besonders dringlich.

"Es macht mich fast ein bisschen ärgerlich", erklärte er. "Wir denken viel zu wenig darüber nach, wie wir den Schülerinnen und Schülern einen selbstbestimmten und vor allem bewussten Umgang mit den eigenen Ressourcen vermitteln. Das gilt für die Ressource Geld ebenso wie für Zeit, Aufmerksamkeit oder unsere Daten", sagte er. "Wir haben den Bezug dazu verloren, wie man mit knappen Ressourcen umgeht."

Werner Gruber, Physiker und Leiter des Planetariums Wien, hatte zuvor nach einer Keynote zu Digitalisierung und Arbeit noch seinen persönlichen Weg aus der digitalen Überforderung dargelegt: Wer an seine E-Mail-Adresse schreibt, erhält zunächst nur eine automatisierte Antwort. Gruber ist aus Zeitgründen dazu übergegangen, nur noch ausgewählte E-Mails zu beantworten. "Bei täglich dreihundert E-Mails kämen Sie nicht einmal mehr zum Duschen, wenn Sie die alle beantworten würden."




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Video: Veranstaltung "Arbeit 2030"



Video: Keynote Gruber






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Dokument erstellt am 2018-01-25 17:56:11
Letzte Änderung am 2018-03-13 11:31:04