• vom 14.05.2018, 10:05 Uhr

Future Challenge

Update: 14.05.2018, 10:31 Uhr

Future Challenge

Wie kommt man zu Likes auf YouTube?




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Von Cathren Landsgesell

  • Ein Gespräch mit Claudia Eder vom Start-up "Tubics" über Werbung, Like-Bots und Videos auf dem weltgrößten Videoportal.

Heiko und Roman Lochmann aka "Die Lochis" wissen wie's geht: Sie haben 2,5 Millionen Abonnenten für ihren Videokanal auf YouTube. 2017 erhielten sie den Austrian Video Award. - © APA/dpa/Maurizio Gambarini

Heiko und Roman Lochmann aka "Die Lochis" wissen wie's geht: Sie haben 2,5 Millionen Abonnenten für ihren Videokanal auf YouTube. 2017 erhielten sie den Austrian Video Award. © APA/dpa/Maurizio Gambarini

Claudia Eder, CEO Tubics

Claudia Eder, CEO Tubics© Tubics Claudia Eder, CEO Tubics© Tubics

Wiener Zeitung": Kann ich als Nutzerin von "YouTube" unechte von echten Likes unterscheiden?
Claudia Eder: Nein, es sei denn, Sie beobachten ein Video und stellen einen sprunghaften Anstieg der Likes fest. Das sind dann meistens gekaufte Likes aus einer Clickfactory. Sonst kann nur der Algorithmus von YouTube selbst unechte Likes identifizieren: YouTube entfernt Likes, die etwa durch Autorefresh entstehen und sucht auch gezielt nach Like-Bots.

Ist es illegal, Likes zu kaufen?
Nein. Allerdings ist es auch nicht sinnvoll. Man will ja, dass sich interessierte Menschen die Videos ansehen. Und YouTube wird unter Umständen sogar den Kanal sperren.

Information

Claudia Eder ist Mitgründerin und CEO von "Tubics". Das Wiener Start up hat eine Software entwickelt, die Unternehmen beim Contentmarketing auf YouTube unterstützt.

Kann es YouTube nicht egal sein, wer sich die Videos ansieht?
Im Gegenteil. Das Geschäftsmodell von YouTube ist Werbung. Der ganze Algorithmus ist darauf ausgerichtet, den Usern jeweils passende Werbung anzubieten. Wer auf YouTube kommt, soll auf ihn zugeschnittene, interessante Inhalte sehen. Das ist der Fokus.

Warum wird YouTube für Unternehmen immer interessanter?
Der Werbetrend geht zum Bewegtbild und weg vom TV-Spot, insbesondere für junge Zielgruppen. Der zweite Trend ist Contentmarketing: Interessante Inhalte sollen Kunden an die Marke binden. Unternehmen wollen eine Community bilden, indem sie über die Videos mit ihren Zielgruppen in Kontakt kommen. Ein Beispiel sind Baumärkte, die How-
to-Videos machen oder Rezepte-Videos von Supermarktketten.

Was sind Ihre drei Tipps für den Erfolg auf YouTube?
Erstens, sich ansehen, welche Videos im betreffenden Bereich online gesucht und gern gesehen werden. Zweitens, die Metadaten – Tags, Keywords, Beschreibung etc. – so gestalten, dass sie den Suchanfragen und dem Inhalt entsprechen. Drittens: ein guter Titel.

Was ist ein guter Titel?
Oft sind Fragen sehr gut. Einer unserer Kunden hat z.B. einen Video-Titel von "Stromschule" geändert auf "Wie entsteht Strom?". Diese Phrase wird viel öfter gesucht und entspricht besser dem Inhalt. Nach der Umbenennung wurde das Video um den Faktor 30 häufiger angesehen.

Was sind die drei größten Fehler?
Erstens: einen Titel zu wählen, der für den Zuschauer keine Relevanz hat, wie etwa der Firmenname. Zweitens: keine Untertitel zu machen. Diese sind ein wichtiger Faktor für Suchmaschinen und deren Ranking. Drittens: das Vorschaubild von YouTube machen zu lassen. Das hat oft keine Information für den Zuseher.





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Dokument erstellt am 2018-05-14 10:08:27
Letzte Änderung am 2018-05-14 10:31:36