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Dossier
Impulstanz Festival 2018

Dance, dance, dance: Von 12. Juli bis 12. August gehören die Bühnen Wiens wieder dem Impulstanz Festival. Die preisgekrönte belgische Chorepgraphin Anne Teresa De Keersmaeker lässt im Burgtheater Cello-Suiten von Bach auf Tanz treffen, Lokalmatadorin Florentina Holzinger schlüpft in Insektenkostüme und bei Pierre Rigal tanzen junge Urban Dancer auf der französischen Trikolore. Im Wiener Arsenal finden während des Festivals mehr als 200 Workshops statt. Alle Infos unter Impulstanz.com

ImPulsTanz

Das Impulstanz-Festival war auch heuer wieder gut besucht. - © Carl Lessard

Bilanz

Glückliches Impulstanz3

  • Das Festival verzeichnet heuer ein Plus an Auslastung.

Wien. Am kommenden Sonntag geht ein hitziger Festival-Monat zu Ende - nicht nur angesichts der Temperaturen. Nach vier Wochen neigt sich das Impulstanz-Festival seinem Abschluss zu - mit einer voraussichtlichen Auslastung von 97 Prozent (2017: 96 Prozent), derzeit 118.000 Besuchern, nach 157 Vorstellungen und 40.500 "besuchte Kurs-Einheiten"... weiter




Kommentar

Genießen oder diskutieren?7

Es ist Zeit, nach 35 Ausgaben Bilanz zu ziehen. Vier Wochen lang 53 Produktionen, 16 Uraufführungen, 35 Erstaufführungen in Österreich, 235 Workshops von 150 Dozenten - das jährliche Impulstanz-Festival lässt noch bis Sonntag den Tanz, die Performance hochleben. Solche Zahlen kann kein zweites europäisches Festival vorweisen... weiter




Louise Lecavalier beim Impulstanz Festival. - © Andre Cornellier

Performance-Kritik

Die Bühne, eine Tanzarena3

  • Louise Lecavalier und Fou Glorieux sind ein furioses Duett mit speziellem Bewegungsrepertoire.

Es ist ein Ritter ohne Körper, der Louise Lecavalier zur Tänzerin ohne Emotionen werden lässt. Zumindest in ihrem Stück "Battle-ground", das zurzeit im Rahmen von Impulstanz zu sehen ist. Die 59-jährige Kanadierin und die La-La-La-Human-Steps-Tänzerin wurde von Italo Calvinos Buch "Der Ritter, den es nicht gab" zu einem tänzerischen Schlachtfeld... weiter




Fran ois Chaignaud tanzt und singt en travestie zu spanischen Liedern. - © Nino Laisné

Performance-Kritik

Der Heilige Michael und ein Turmbau zu Babel3

  • Spanische Melodien und Sprachen-Gebrabbel: François Chaignaud und Chris Haring beim Impulstanz-Festival.

Es ist wahrlich ein Kontrast: Melodien aus dem Spanien des 16. und 17. Jahrhunderts, gespielt von einer Liveband, dazu vier simple Prospekte, die im Lauf des Abends hochgezogen werden, um neue Bilder zu schaffen, und Spitzenschuhe, Stelzen sowie folkloristische Kostüme, aber mit modernem Touch. Diesmal gibt es keine wimmernde Geräuschkulisse oder... weiter




Pantomime mit Stricknadeln: Jan Fabres Stück "The generosity of Dorcas". - © Marcel Lennartz

Tanzkritik

Alles Leben ist Veränderung1

Buchstaben und Zahlen sind am Bühnenboden aufgemalt, wie eine Anleitung für ein imaginäres Schnittmuster; von der Bühnendecke baumelt eine gewaltige Installation aus langen bunten Wollseilen samt Nadeln wie eine Farbwelle auf der sonst nachtschwarzen Bühne. Auftritt Matteo Sedda: Im schwarzen, wehenden Fantasiekostüm und strahlendweißen Handschuhen... weiter




Hoch die Stelzen: Márcio Kerber Canabarro (vorne), Vania Rovisco. - © Anja Beutler

Tanzkritik

Krieg der Helme

  • Gewitzte Uraufführung von Meg Stuarts "Solos and duets".

Auf Stelzen stolziert ein Tänzer über die leere Bühne des Odeons, sein hoch erhobenes Haupt schützt er mit einem Motorradhelm. Seine Tanzpartnerin trägt Tutu, Motorradschuhe und ebenfalls Helm. Jean-Paul Lespagnards Kostüme sind enigmatisch: Stattet der Designer Außerirdische aus, Cyborgs, Fabelwesen 2.0... weiter




Cie Willi Dorner, Int. tanzwochen Wien, Schauspielhaus, Juli, 2018 - © Lisa Rastl, Adnan Popovic

Performance-Kritik

Doppelgänger im Selfie-Stress4

  • Willi Dorner zeigt seine jüngste Arbeit "many" im Schauspielhaus.

"Gut Ding braucht Weile", weiß auch der heimische Choreograf Willi Dorner: International bekannt für seine Performances im öffentlichen Raum stellt er sich mit seiner jüngsten Arbeit "many" - diesmal jedoch im Schauspielhaus - im Rahmen des Impulstanz-Festivals dem Selfiewahn und der omnipräsenten Flut von digitalen Bildern... weiter




Nachhallend setzt Dorothée Munyaneza Schicksale in Performance um. - © C. Raynaud de Lage

Performance-Kritik

Die Stimme der Opfer5

  • Dorothée Munyaneza erinnert aufwühlend an den Genozid in Ruanda.

"Unwanted" - unerwünscht: missbraucht, vergewaltigt, verstümmelt, gedemütigt, vernichtet: Performerin Dorothée Munyaneza spricht aus, was man hierzulande zwar weiß, aber in dieser erschütternden Deutlichkeit nicht zu hören oder zu sehen bekommt. Die ruandische Komponistin, Sängerin, Autorin und Choreografin hat es sich zur Aufgabe gemacht... weiter




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