Damaskus. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat in Syrien und im Irak in den vergangenen Monaten große Gebiete verloren. Zugleich laufen in mehreren Regionen Angriffe gegen die Extremisten.

MOSUL: Im Sommer 2014 überrannten IS-Anhänger die nordirakische Millionenstadt. Sie war bisher die wichtigste Hochburg der Terrormiliz im Irak. Im Oktober vergangenen Jahres begannen Iraks Armee und ihre Verbündeten eine Offensive auf Mosul. Im Jänner konnten sie mit Luftunterstützung der US-geführten internationalen Koalition den Osten der durch den Tigris geteilten Stadt einnehmen. Seit Mitte Februar rücken die Angreifer auch im Westen Mosuls vor.

AL-RAQQA: Der einst verschlafene Ort im Norden Syriens gilt als heimliche Hauptstadt des IS in dem Bürgerkriegsland. Eine Koalition mit dem Namen Syrische Demokratische Kräfte (SDF) begann vor Monaten eine Offensive und rückt von Norden her auf Al-Raqqa vor. Angeführt wird die Truppe von der Kurdenmiliz YPG. Zwei Drittel der Kämpfer sind aber nach Angaben des US-Militärs Araber. Die US-geführte internationale Koalition unterstützt die SDF-Offensive aus der Luft.

PALMYRA: Anfang März vertrieben syrische Regierungskräfte den IS zum zweiten Mal aus der historischen Oasenstadt Palmyra in Zentralsyrien. Die Kämpfe haben sich auf das Umland der Stadt verlagert.

KALAMUN-GEBIRGE: In dem Gebiet in Zentralsyrien kommt es immer wieder zu Gefechten zwischen dem IS und Rebellenmilzen. Diese konnten die Extremisten in den vergangenen Tagen aus einigen Orten vertreiben.

DEIR EZ-ZOR: Regierungstruppen kontrollieren in der ostsyrischen Stadt noch eine Enklave, die vom IS eingeschlossen ist. Aktivisten melden regelmäßig Gefechte und Luftangriffe aus dem Gebiet.