Dossier
Weltklimakonferenz Paris 2015

Die UN-Klimakonferenz (United Nations Framework Convention on Climate Change, 21st Conference of the Parties, kurz "COP 21") fand vom 30. November bis 11. Dezember in Paris statt. Die führenden westlichen Industrieländer (G7) wollten damit das Ende des Kohlezeitalters einläuten. Haben Sie Fragen zum neuen Klima-Abkommen? Der französische Botschafter wird Ihnen auf der Facebook-Seite der Botschaft antworten.


  • vom 01.06.2017, 20:55 Uhr

Klimagipfel

Update: 02.06.2017, 15:06 Uhr

Donald Trump

USA verlassen das Klimaabkommen




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Von WZ Online / Reuters / APA


    Präsident Trump ignoriert den Klimawandel, den die NASA dokumentiert hat.  - © NASA

    Präsident Trump ignoriert den Klimawandel, den die NASA dokumentiert hat.  © NASA

    Die USA steigen aus dem Pariser Klimaschutzabkommen aus. Das verkündete Präsident Donald Trump um 15.30 Uhr Ortszeit (21.30 Uhr MESZ) in einer Rede im Weißen Haus .

    "Ab heute werden die USA jegliche Umsetzung der nicht bindenden Teile des Abkommens beenden", sagte Trump in seiner Ansprache. Man kann daher davon ausgehen, dass Washington die Vier-Jahres-Frist für den Ausstieg wahrnehmen werde.



    Er bezeichnete das Klimaschutzabkommen als nachteilig für die USA und führte 2,1 Millionen verlorene Jobs darauf zurück. Es werde Verhandlungen geben, um zu einer Übereinkunft zu kommen, die "fair dem amerikanischen Volk gegenüber" sei. Sollte man keine Abmachung erreichen, die fair ist, "ist es auch in Ordnung",sagte der Präsident.

    Trump behauptet, dass die Welt den USA Böses will.

    Trump behauptet, dass die Welt den USA Böses will.© White House Trump behauptet, dass die Welt den USA Böses will.© White House

    Die bestehende Regelungen sind laut Trump im Interesse Chinas und Indiens und würden "den großen Reichtum unserer Nation" wegnehmen und "an andere Länder verteilen". Er nannte einen Verlust von 7.000 Dollar für jeden Haushalt durch das Abkommen und kam immer wieder auf die amerikanischen Arbeiter zu sprechen, die unter den Bestimmungen leiden würden.

    Trump betonte, dass die USA unter seiner Verwaltung das "sauberste und umweltfreundlichste Land der Welt bleiben werden."

    Als Mantra seiner Rede diente Trump der Slogan "America first". Milliarden, die in den USA dringend benötigt werden, würden an Länder gehen, die die US-Wirtschaft zugrunde gerichtet haben.

    Zusammenfassend nannte er neben wirtschaftlichen Nachteilen, rechtliche Risiken und einen Verlust der Unabhängigkeit.

    Deutsches Bedauern

    Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel nahm unmittelbar nach Trumps Rede Stellung: "Ich bedauere die Entscheidung des US-Präsidenten", teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Donnerstagabend im Namen der Kanzlerin via Twitter mit. "Weiter alle Kraft für globale Klimapolitik, die unsere Erde bewahrt."

    Russland und China wollen ihren Verpflichtungen im Kampf gegen den Klimawandel nachkommen, verlautbarten offizielle Stellen .  Frankreich will seine Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel erhöhen, kündigt Umweltminister Nicolas Hulot an.



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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2017-06-01 21:06:55
    Letzte Änderung am 2017-06-02 15:06:49


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