Das Telekom-BZÖ-Verfahren ist das dritte aus dem Telekom-Komplex. Man geht von sechs Verfahren aus, die Telekom fordert 35 Millionen Euro zurück.

Bereits im Februar fielen die - nicht rechtskräftigen - Urteile im Verfahren rund um die vermutete Kursmanipulation: 2004 sorgte der Broker Johann Wanovits für einen Kurssprung der Telekom-Aktie, der millionenschwere Manager-Boni auslöste. Verurteilt wurden die Ex-Vorstände Rudolf Fischer, Stefano Colombo, Josef Trimmel und Wanovits. Ex-Generaldirektor Heinz Sundt ging frei.

Im August wurden in erster Instanz Fischer, Rumpold und Ex-Prokurist Michael G. wegen Untreue im Telekom-III-Verfahren (FPÖ) schuldig gesprochen. Ex-FPÖ-Geschäftsführer Arno Eccher wurden wegen Falschaussage im U-Ausschuss verurteilt. Alle Urteile sind nicht rechtskräftig. Hier geht es um die 600.000 Euro Zahlung über Rumpolds Agentur an die FPÖ.

Offen ist nun noch das Telekom-II-Verfahren rund um Ex-Marketing-Chef Stefan Tweraser, der nach seinem Ausscheiden 585.600 Euro erhalten haben soll.

Die Anklage gegen Sundt, Colombo, Ex-ÖBB-Chef Martin Huber und weitere in der Schillerplatz-Affäre ist rechtskräftig. Dabei geht es um zwei billig verkaufte Etagen einer Immobilie am Wiener Schillerplatz.

Im Telekom-VI-Verfahren geht es um zehn Millionen Euro, die über Peter Hocheggers Valora an diverse Parteien geflossen sein sollen, darunter ÖVP und SPÖ. Die Anklage wird noch geschrieben.