San Francisco. "Hallo, wie kann ich Ihnen helfen?" Diese Frage soll in Zukunft der Startpunkt für das eigene digitale Leben und den Medienkonsum sein, zumindest wenn es nach Google geht.

Der US-Konzern hat in San Francisco seine neuesten Ideen und Endgeräte vorgestellt und setzt dabei nun auf künstliche Intelligenz und einen digitalen Assistenten, der über verschiedene Geräte hinweg die Antwort auf die Frage liefern soll. "Das Ziel ist, ein persönliches Google für jeden Einzelnen zu entwickeln", so Google-Chef Sundar Pichai bei der Präsentation. Der Assistent solle mit der Zeit auch Emotionen erkennen können, wenn ein Mensch mit ihm spricht.

Die Zukunft beginnt jetzt

Touchscreens waren gestern, die Zukunft soll der Sprache oder, besser gesagt, der Sprachsteuerung gehören. Und ebenso wie es beim Start der berührungssensitiven Displays einige fragende Blicke und so manches Unverständnis gab, so verhält es sich auch diesmal. Ein Smartphone ohne Touch wäre heute unvorstellbar, ob es ein sprechender Kühlschrank aber auch einmal wird, kann man wahrlich noch nicht sagen. Der Weg führt aber nun einmal in diese Richtung. "Wir bauen Geräte mit dem Google-Assistenten als Herzstück", erklärte Hardware-Chef Rick Osterloh. Dazu gehört auch der Lautsprecher "Home", der auf Sprachbefehl Aufgaben ausführen, Fragen beantworten und das vernetzte Zuhause steuern kann. Durch die Integration des Assistenten kann der Lautsprecher auf alles zurückgreifen, was Google weiß. Also zum Beispiel, wie gerade der Verkehr ist oder wie man ein Bier auf Spanisch bestellt. Amazon ist seit zwei Jahren mit einem ähnlichen Gerät namens "Echo" auf dem Markt, das demnächst auch in Österreich verfügbar sein wird. Menschen, die reden - mit sich?

Infografik: Echo & Co. - eine Stimme für das Smart Home | Statista
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Vor einigen Jahren spielten sich in den öffentlichen Verkehrsmitteln seltsame Szenen ab. Menschen redeten - an sich das Natürlichste der Welt, aber eben nicht mit anderen Menschen, die ihnen gegenüber saßen, sondern mit sich selbst. Der Clou war dabei keine Sinnesverwirrung, sondern der Bluetooth-Knopf im Ohr, der eine kabellose Verbindung zum Smartphone ermöglichte. Man hat sich mittlerweile daran gewöhnt. Allerdings, auch das muss gesagt werden, es wird wieder mehr direkt am Handy gesprochen. Dafür gibt es einen neuen Trend.