Genf. Abrüstungsexperten aus mehr als 75 Ländern verhandeln seit Montag in Genf über mögliche Schranken für den Einsatz von so genannten Killer-Robotern. Es geht um Kampfmaschinen, die dank künstlicher Intelligenz ohne menschliche Aufsicht Ziele ansteuern und zerstören oder töten können.

Sie sind noch nicht im Einsatz, aber wegen der rasanten technologischen Entwicklung verlangen Kritiker dringend international verbindliche Rahmenbedingungen.

Maschinen dürfen nciht über Leben und Tod entscheiden

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International setzt sich für ein Verbot ein. Entscheidungen über Tod und Leben dürften nicht Maschinen überlassen werden, erklärte die Organisation. Mehr als zwei Dutzend Länder unterstützen laut Amnesty ein Verbot. Die "Kampagne gegen Killerroboter" hofft, dass die Verhandler bis Ende der Woche ein klares Mandat für einen völkerrechtlich verbindlichen Vertrag beschließen.

Deutschland hat sich für eine Ächtung solcher Waffen ausgesprochen. Weil Vertragsverhandlungen Jahre dauern könnten, haben Deutschland und Frankreich zunächst einen Verhaltenskodex vorgeschlagen, der vorsieht, dass alle Waffen letztlich von Menschen kontrolliert bleiben. So ein Kodex wäre aber nur eine Absichtserklärung, gegen die ohne Sanktionen verstoßen werden könnte.

Bei der letzten Beratungsrunde im April sprachen sich laut Amnesty 26 Staaten für ein komplettes Verbot solcher Waffensysteme aus - unter ihnen Österreich, Brasilien und Ägypten.