Ich empfehle Leuten mit einer Phobie vor Körperflüssigkeiten nicht mehr weiter zu lesen. Sicherheitshalber. Denn heute geht es um Schweiß. Viel Schweiß. Unermesslich viel Schweiß. Aber nicht nur darum. Es dreht sich um den eigenen Körper seine Grenzen und die Möglichkeiten.
Wie sie sich denken können geht es also um Sex. Nein, stimmt nicht. Wollte nur mal schauen, ob Reizworte in Texten mehr Aufmerksamkeit generieren. Ich entschuldige mich für den Versuch noch mehr Aufmerksamkeit zu bekommen – Sie lesen den Text ja schon, was will ich mehr.

Mein Körper als Trainingsgewicht
So, allen Spaß vorerst beiseite, es geht um Fitness und das Training um selbige zu steigern beziehungsweise überhaupt zu erlangen. Da meine Yogastunden erst dann beginnen werden, wenn es draußen etwas kühler ist, habe ich mich entschlossen ein Fitnesscenter zu besuchen. Da Sie aber auch wissen, dass ich keine verspiegelten Paläste des sinnlosen Körperkults präferiere, habe ich mich schlau gemacht, gesucht und gefunden. Meine Ernährungsumstellung ist im Wesentlichen der Versuch Kohlenhydrate zu minimieren und Eiweiß zu maximieren. Klingt einfach, ist es auch. Diese Ernährungsprogramme werden als Diabetikertrennkost, Schlank-im-Schlaf, Metabolic Balance und Paleo-Diet angepriesen.

Wenn Sie nun Paleo-Diet und Fitness bei Google und Co. eingeben, dauert es nicht lange bis Ihnen ein Trainingskonzept namens "CrossFit" über den Weg läuft. "Das härteste Training der Welt", "Paleo und CrossFit – die Traumkombination" und viele Artikel ähnlichen Kalibers werden Sie finden. Nun gut. Was passt besser als einen Brückenschlag zwischen diesen beiden Welten zu schlagen und beides auszuprobieren.

Einmal um den Block und dann geht es los
CrossFit kommt aus den USA und verbindet funktionales Training, wie manche es noch aus der Schule kennen, mit Hoch-Intervall-Training, Gewichtheben, Stretching, LKW-Motoren und LKW-Reifen und den wundervollen Kettlebells. Dabei handelt es sich um Kugelgewichte aus Metall die einen Haltegriff haben und mit viel Kraft nach oben geschwungen werden müssen – aber das kommt erst später. Klingt nun alles in allem ein wenig seltsam, spartanisch und unglaublich männlich. Soll aber auch für Frauen, Übergewichtige und Menschen ohne Führerschein durchaus sinnvoll sein. Also probiere ich es einmal aus, dachte ich. Gesagt, getan. Also nicht gleich, denn ich habe ein paar Wochen gebraucht um mich auf Sport einzustimmen. Und einen Arztbesuch. Um mir versichern zu lassen, dass die Wahrscheinlichkeit einen plötzlichen Herztod zu erleiden, derzeit geringer sei, als von einem Auto überfahren zu werden. Aber dann, dann ging es los.