Wien. (pech/red) Die Entscheidung bei der ersten österreichweit abgehaltenen Volksbefragung über die Zukunft des Bundesheeres in Österreich ist eindeutig: 59,8 Prozent stimmten am Sonntag für den Beibehalt der Wehrpflicht, 40,2 Prozent für ein Berufsheer.

Die höchste Zustimmungsrate für die Wehrpflicht gab es mit 66,4 Prozent in Vorarlberg, dicht gefolgt von der Steiermark (66,0). In Kärnten, Tirol, Oberösterreich, Salzburg und Niederösterreich lag diese etwas darunter bei 60,8 bis 63,4 Prozent. Als einziges Bundesland für das Berufsheer stimmte Wien (54,2 Prozent).

Wahlbeteiligung in NÖ am höchsten
Die Wahlbeteiligung lag österreichweit bei knapp 49 Prozent - ein deutlich höherer Wert, als von Meinungsforschern prognostiziert. Mit den Briefwahlstimmen, die am Montag ausgezählt werden, dürfte die Wahlbeteiligung noch die 50-Prozent-Marke knacken. Mit 58,8 Prozent wies Niederösterreich die höchste Beteiligung unter den Bundesländern auf. Überdurchschnittlich hoch auch das Burgenland (54,5 Prozent) und Oberösterreich mit 52,3 Prozent. In Wien (40,2 Prozent) stimmten - in Prozenten gemessen - die wenigsten Bürger ab.

Darabos' Heimatgemeinde für Berufsheer und Sozialjahr

In der Heimatgemeinde von Verteidigungsminister Norbert Darabos, im mittelburgenländischen Nikitsch im Bezirk Oberpullendorf, haben die Bürger mehrheitlich - zu 56,7 Prozent - für Berufsheer und Sozialjahr gestimmt. Im Ortsteil Kroatisch-Minihof, wo der Ressortchef zu Hause ist, erreichte der Anteil der Befürworter eines Berufsheeres 64,2 Prozent.

In der Gemeinde Nikitsch waren 1.239 Personen stimmberechtigt. Die Wahlbeteiligung lag bei 62,7 Prozent, im Ortsteil Kroatisch-Minihof mit 307 Wahlberechtigten gaben 73,3 Prozent ihre Stimme ab.