• vom 20.03.2018, 15:31 Uhr

Netzpolitik

Update: 20.03.2018, 15:33 Uhr

Facebook-Affäre

US-Konsumentenschutzbehörde ermittelt




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Von WZ Online, APA, Reuters; AFP

  • Auch der britische Parlamentsausschuss lädt Facebook-Chef in Datenaffäre vor.

Menlo Park/London/Washington. Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC nimmt einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge Facebook wegen seines Umgang mit persönlichen Nutzerdaten unter die Lupe.

Im Kern gehe es bei den Ermittlungen darum, ob das weltgrößte Internetnetzwerk der Datenanalysefirma Cambridge Analytica erlaubt habe, an einige Nutzerinformationen zu gelangen, obwohl dies gegen die Richtlinien verstoße, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Agentur am Dienstag.

Die FTC war zunächst für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Medienberichten zufolge hat die britische Firma unerlaubterweise Zugriff auf Daten von 50 Millionen Facebook-Nutzern.

Die Facebook-Aktie verlor zum Börsenstart an der Wall Street in der Spitze 3,4 Prozent. Bereits am Montag war das Papier um fast sieben Prozent eingebrochen.

Britischer Parlamentsausschuss lädt Facebook-Chef in Datenaffäre vor
Das britische Parlament will Facebook-Chef Mark Zuckerberg in der Affäre um einen möglichen Datenmissbrauch für den US-Wahlkampf anhören. Der Ausschuss für Digitales und Medien lud Zuckerberg am Dienstag zu einer Anhörung vor. Ausschussvorsitzender Damian Collins schrieb dem Gründer des Sozialnetzwerks, das Gremium wolle dessen eigene Darstellung zu dem "katastrophalen Vorgang des Versagens" hören.

Der Ausschuss habe den Internetriesen mehrmals aufgefordert darzulegen, wie Nutzerdaten gesammelt und gespeichert würden, insbesondere wenn dies ohne Einverständnis der Nutzer geschehe. "Ihre offiziellen Antworten haben das Risiko stets unterschätzt und waren irreführend", schrieb Collins.

Facebook steht seit dem Wochenende in den USA und im Ausland unter Beschuss: Die vom Wahlkampfteam des heutigen US-Präsidenten Donald Trump beauftragte britische Firma Cambridge Analytica soll Medienberichten zufolge im Jahr 2016 die Profil-Daten von 50 Millionen Facebook-Nutzern ohne deren Einverständnis gesammelt haben. Ziel sei es gewesen, eine Software für die Kampagne Trumps zu programmieren, um Wählerentscheidungen vorauszusagen und zu beeinflussen.

Cambridge Analytica weist die Vorwürfe zurück. Die EU-Kommission verlangt von Facebook eine Klarstellung. Facebook kündigte an, es habe Spezialisten damit beauftragt zu untersuchen, ob Daten unrechtmäßig genutzt wurden; gegebenenfalls sollten diese dann vernichtet werden.





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Dokument erstellt am 2018-03-20 15:32:22
Letzte Änderung am 2018-03-20 15:33:06


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